Sonntag, 23. September 2012

Bettgeschichten, Wanddeko und andere Alltagsschwierigkeiten

Da ist das Wochenende schon wieder so gut wie vorbei... Immer wieder schade!
Aber so ein Sonntag ist doch sehr praktisch - man hat endlich mal Zeit.

Dann will ich euch mal auf dem Laufenden halten:

Das Hochbett hat seinen finalen Standpunkt erreicht: Schrottplatz - Dort wird es vielleicht in kleine Teile zerteilt und landet als Straßenlaterne an irgendeiner Straße. Vielleicht wird es aber auch zu einem Klettergerüst auf einem Spielplatz? Wir werden es nie erfahren ;)
Aber wie kam es dazu?!

Nachdem ich Schmirgelpapier, Lack, Pinsel und einen Lackroller mit Wanne gekauft hatte, ging es total motiviert ans Werk.
Zum Schleifen riss ich das Schmirgelpapier in Streifen und bearbeitete damit erstmal die einfachen Teile.
Als das erste schwierige Teil drankam, verlor ich schon extrem an Lust überhaupt weiterzumachen (außerdem sah ich aus wie ein Schwein)



So nahm ich mir die kleinen Streben und versuchte die Farbe aufzutragen. Mit dem Schaumstoffroller sah die erste Schicht ziemlich dürftig aus... Von deckendem Anstrich konnte nicht wirklich die Rede sein und an manchen Stellen war die Farbe durch die Beschaffenheit des Lackrollers fleckig. Extrem ätzend. Nachdem dann die vierte Schicht endlich zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führte, legte ich die Sachen erstmal zur Seite und widmete mich anderen Dingen.



Da aber die vermieterfreie zeit nur begrenzt war, war auch die Pause entsprechend kurz.
Am nächsten Tag fing ich an die Leiter zu lackieren. Nebenher hatte ich auf der Wiese eine der gekauften Malerfolien ausgebreitet und mit Steinen beschwert. Dort verteilte ich die Rundstangen und die langen Streben und malte jeweils die oben liegende Seite an.

Da die Leiter auch nach vier Schichten nicht wirklich toll aussah und sich beim Umdrehen herausstellte, dass sich trotz meiner Bemühungen Nasen gebildet hatten, hielt ich eine Krisensitzung mit mir selber ab. Es sah alles scheiße aus, die Farbe war leer und nicht mal die Hälfte aller Teile war fertig angemalt...
Wer kann einem in so einer Situation am besten helfen und steht mit Rat und Tat zur Seite? Die Mama!
Die bestätigte mich auch in dem Glaube, dass das alles großer Mist sei und ich das Ding mitsamt seinen negativen Energien doch entsorgen solle.

Ich rief einen Schrotthändler in der Nähe an und vereinbarte die Abholung für Freitag 16.30h.
Als ich an dem besagten Tag nach Hause kam räumte ich die halb lackierten Einzelteile schon mal in den Flur.
Als um viertel vor fünf immer noch keiner da war rief ich nochmal bei dem guten Menschen an. Ich hatte seine Frau am Apparat und erklärte ihr alles - im Hintergrund hörte ich ihren Mann sagen "Mist. Das hab ich total vergessen. Sag ihr ich ruf in 10 Minuten zurück." Das teilte mir die gute Frau dann auch mit...

Nach zehn Minuten kam dann auch besagter Anruf mit der Aussage, dass der Kollege den Termin versehentlich für Montag statt für Freitag aufgeschrieben hätte - ja ne is klar! Boah war ich sauer! Das Ding sollte weg und zwar noch dieses Wochenende!!! Ich quetschte das Teil in mein Auto und fuhr kurzerhand zur nächsten Schrotthalde. Dort durfte ich meiner Wut freien Ausdruck verleihen und das doofe, blöde, miese und dumme Bett auf den großen Haufen schmeißen :) Kapiel abgeschlossen!

Wanddeko

Wenn mit der Ausbildung nun alles klappt und ich Ende Oktober umziehe, möchte ich aus meinen 15qm Wohnfläche natürlich das Beste rausholen ;) So sollen auch die Wände irgendwie "gestaltet" werden.

Ich habe mich für eine Art Mosaik aus Schallplatten entschieden. Ein Bild dazu habe ich vor einigen Wochen in einer Zeitschrift gefunden - es hat mich total fasziniert...
Da ich am Wochenende in Aachen unterwegs war, habe ich dort auch mal direkt einen Schallplattenladen besucht. Ich brauche zwei einfache Hüllen und sechs aufklappbare. Am liebsten in den Farben schwarz, weiß und rot, denn so werden auch die Möbel später aussehen.

Entschieden habe ich mich für ein Platte der Ärzte, eine von Madonna (die ich aufschneiden werde um die Vorder- und Rückseite nutzen zu können, eine zerkratzte Bob Marley und eine zerkratzte AC/DC Platte.






Jetzt fehlen mir noch vier schicke ausklappbare LPs. Ich schau mal was ich noch so in diversen Läden auftun kann und berichte euch wie es weitergeht - ist auch schwer das nur in Worten zu beschreiben...

Resident Evil - Retribution

Mit meiner Freundin war ich Samstag Abend im Kino und habe besagten Film geschaut.
Ich glaube das war das allererste Mal, dass ich nichts zu essen oder zu trinken gekauft habe. Aber es ist besser für den Geldbeutel und für die Figur ;)

Aber nun zum Film:
Ich bin etwas zwiegespalten was eine abschließende Meinung angeht.
Ehrlich gesagt habe ich wesentlich mehr erwartet. Die Story ist extrem flach und letztlich auch nur nebensächlich. Eigentlich ist nur wichtig, dass Alice befreit werden muss um die Menschheit zu retten.

Was aber sehr cool war, waren die Effekte, der rückwärts abgespielte Anfang und ein paar (aber sehr wenige) Überraschungsmomente.

Ins Kino muss man für den Film nicht unbedingt. Mir hätte es auch gereicht ihn irgendwann auf DVD auf dem heimeligen Fernseher zu sehen...

Donnerstag, 13. September 2012

Nee was gehts uns gut!


Ich suche seit längerer Zeit in gewissen Börsen nach einem weißen Tromsö-Hochbett von dem schwedischen Möbelhersteller.
Da ich in naher Zukunft mein Leben auf 15qm fristen werde, muss ich schaun wie ich das geringe Platzangebot optimal ausnutzen kann - daher also ein Hochbett (erinnert mich irgendwie an meine Kindheit).

Jeden Morgen habe ich also meine Kleinanzeigen-app angeschmissen und in Mönchengladbach und näherer Umgebung nach dem genannten Bett gesucht.
Irgendwann stieß ich auf folgende Anzeige:

"Tausche Ikea Hochbett gegen Kaffee ;o)"

Die Dame wollte 5 Pakete roten Kaffee aus dem Discounter - ist ja wie im Mittelalter; Tauschhandel ;)
Möglichst nett und witzig habe ich die Tauschpartnerin angeschrieben und ihr von meiner Situation erzählt.
Ein paar Tage später bekam ich eine Antwort mit dem Inhalt "Bingo - du hast das Bett"

Stellte sich also nur noch die Frage nach dem richtigen Transportfuhrwerk. Mein kleiner Ibiza würde wohl kaum dafür ausreichen. Ich schrieb einen Bekannten an der einen 9-Sitzer sein Eigen nennt. Er wollte sich melden...
Nachdem ich nach fast einer Woche immer noch nichts gehört hatte und die arme Frau nicht auf dem Bett sitzen lassen wollte (sie schrieb noch extra in die Anzeige "an zuverlässige Leute" *schluck*), fragte ich sie ob ich mit einer Freundin zum Abbauen vorbeikommen könnte. Vor Ort wollte ich mir ein Bild von der tatsächlichen Größe des schmucken Teils machen. Im Internet hatte ich recherchiert, dass sogar jemand das Teil in seinen Corsa bekommen hatte ;)

Meine Freundin, die zum Glück kurzfristig Zeit hatte, hatte einen umfangreichen Werkzeugkoffer den sie mitbrachte. Allerdings brauchten wir noch die ominösen Imbusschlüssel, die man für jedes Möbel des schwedischen Anbieters braucht. Da ich leider keinerlei Werkzeug besitze (an alles Familienmitgliederdie das lesen: Bald hab ich Geburtstag und bald ist Weihnachten ;) ich wünsche mir einen Werkzeugkoffer mit Basisausstattung - Schraubenzieher oder Ratschenset, Hammer, Imbusschlüssel und son Zeug :D), musste ich eine andere Lösung finden...
Da mein Vermieter ein kleiner Messie ist und so ziemlich alles sammelt und überall irgendwas rumfliegt, musste ich nicht lange suchen - ich weiß, leicht kriminell weil ich ihn nicht gefragt habe, aber es war eine Notsituation! ;)

Bepackt mit Werkzeug und guter Laune ging es also zu der Kaffetante. Den Kaffee hatte ich schon vorher besorgt - Ein Bett für 18,-€ - yes ;)

Es erwartete uns sozialer Wohnungsbau, gut heißt ja nichts. Aber auch hinter der Wohnungstür wurde es nicht besser. Der Geruch war nicht so prickelnd, von Ordnung war nicht viel zu sehen und die Frau die uns begrüßte sah fertig aus.
Im kleinsten Zimmer stand ein recht siffiges Klappbett und das silberne Hochbett (ja ich wollte eigentlich ein weißes, aber bei dem günstigen Preis war es mir dann doch egal). Halb abgebaut, ein paar Schrauben lagen schon in einem Töpfchen. Das Bett war ziemlich zerkratzt, die Schrauben durchgedreht... Als die Frau uns allein gelassen hatte, habe ich echt überlegt das Teil da stehen zu lassen. Aber ein paar Schrauben später stellte ich mir das Bett mit neuem Anstrich vor.
Der Abbau war aber trotzdem recht bähig! Überall Staub, Dreck, Haare und irgendwelche unkenntlichen Überreste... Wir trauten uns nachdem Abbau nicht mehr mit den Händen im Gesicht rumzugrabschen.

Ich schnappte mir die längste Stange und brachte sie zum Auto. Nachdem ich alle Sitze umgeklappt und den Kofferrauminhalt verteilt hatte, verfrachtete ich die Stange im Auto. Das sah schon mal gut aus...
Mit ein wenig tetrischem Denken und Ausprobieren lag ein Hochbett in meinem kleinen Ibiza :D :D :D

Jetzt erklärt sich auch der Titel:
In solchen Situationen merkt man wie gut es einem selber geht und was man bisher aus seinem Leben gemacht hat...

Da ich ja nun alle Teile schleifen und anmalen muss, ist das Ding noch im Auto und fährst jetzt jeden Tag mit mir durch Mönchengladbach :) Zur Arbeit, zum Einkaufen, nach Hause...




Hat doch was :)
Sonntag werden also mein kriminellen Energien freigelegt und ich streiche im Garten unerlaubt mein neues Hochbett :D

Neue Schrauben werd ich mir dann auch noch besorgen...

Sonntag, 9. September 2012

Sweet Home Dortmund

Wie die Überschrift vermuten lässt, war ich an diesem Wochenende in Dortmund - meiner Heimatstadt.

Vor 10 Jahren habe ich Lichtendorf verlassen um mein Glück woanders zu versuchen.
Der Großteil meiner Familie ist nach wie vor dort, bzw. in der näheren Umgebung...

Es ist jedes Mal eine Art Zeitreise wenn ich dorthin fahre. Meine Grundschule, alteingesessene Geschäfte, Familie, Freunde und andere Orte die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Die erste Anlaufstelle ist ein jedes Mal die Singlewohnung meines Bruders. Auch wenn ich - wie jedes Mal - erst ein paar Tage vorher anrufe und meinen spontanen Besuch ankündige, kann ich dort schlafen. Selbst in der schwierigen Zeit der Trennung konnte ich immer zu ihm kommen - ich habe sogar den Zweitschlüssel bekommen. Sowas ist einfach ein Geschenk! Ich bin wirklich froh so tolle Geschwister zu haben und egal wie alt wir sind, wir sind immer noch wie kleine Kinder untereinander :) Danke, dass ihr für mich da seid!!!

So jetzt aber zurück zum Thema:
Nachdem ich mich bei meinem Bruder eingenistet hatte, haben wir es uns gemütlich gemacht mit einer Schüssel Salat, ein paar Süßigkeiten und Kissen im Rücken. 
Wir hatten uns den Film "Der Plan" rausgesucht. Ein toller Streifen mit Matt Damon der einen angehenden Senator spielt. Er trifft auf eine Frau die ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf geht und seine Bestimmung zu sein scheint. Leider sieht der Plan der für sein Leben vorgesehen war anders aus - er hätte diese Frau nicht treffen dürfen... Letztlich geht es um die Frage der Bestimmung, des Zufalls und des freien Willen. Was wird von oben gelenkt und was darf sich frei entfalten. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!

Am Samstag war ich mit meinem Bruder in Dortmund. Ich habe seit fast einem Jahr einen Tattoo-Gutschein der darauf wartet vor Verfall noch eingelöst zu werden.
Seit etwa derselben Zeit beschäftigte ich mich mit dem richtigen Motiv, der richtigen Stelle und der Frage ob das wirklich sein muss...
Mein Plan war bisher, dass einer meiner Arme mit Rockabilly-Motiven geschmückt sein sollte. Da ich aber erstmal wissen will wie es sich überhaupt mit diesem Körperschmuck lebt und ob ich es nach drei Jahren immer noch toll finde, habe ich mir ein kleines Motiv als Anfängerstück ausgesucht. Im gleichen Zug hatte ich mir überlegt, das Bildchen auf meinen Fußrücken stechen zu lassen, da ich hier noch zur Not Strümpfe tragen kann ;)

Ich wollte natürlich etwas, dass zu mir passt, einen Teil von mir präsentiert und zeitlos ist.
Es sollte eine Nähmaschine werden ;) Zugegeben - es hört sich erstmal komisch an... Inspiriert hat mich dieses Bild


Der Tattoowierer nahm mir allerdings schnell die Illusion - das Motiv ist zu detailreich und zu groß für die Stelle... Also entschied ich mich für eine Schere, zwei Garnrollen, ein paar Knöpfe und eine Nadel. Das stellt auch mein Hobby dar und ist luftig genug für den Fußrücken.

Der Termin ist am 29.10. - ich bin gespannt ob ich bis dahin nicht doch die Flinte ins Korn werfe und es einfach sein lasse. Ich schwanke auch jetzt gerade immer noch und frage mich ob es wirklich das richtig Motiv ist und ob ich das mein ganzes Leben lang tragen will...

Nach dem Tattoowierbesuch zog es mich zu meiner Freundin nach Schwerte. Hier hatte sich vor drei Wochen die kleine Isabella eingenistet und ich wollte die Kleine mal ansehen :) Vor einigen Wochen hatte ich schon angefangen ein Startgeschenk für die neue Erdenbürgerin zu sticken. 

Das Motiv und der Name waren schon vor der Geburt fertig. Es fehlten nur noch Datum, Uhrzeit, Gewicht und Größe des/am Geburtstag. Ich ließ mir alle Daten vom frischgebackenen Vater schicken und machte mich an die Arbeit um das Bild fertig zu bekommen.
Mittwoch machte ich den letzten Stich und Donnerstag 10 Minuten vor Ladenschluss besorgte ich im Schnellverfahren noch einen passenden Bilderrahmen.

Als das gute Stück eingespannt war, machte es einen schiefen Eindruck entlang des Namensschriftzug. Auch mehrmaliges Ziehen und Verschieben konnte nichts bewirken... Als ich mit dem Finger die Buchstaben nachging, fiel mir vor Schreck fast der Rahmen aus der Hand! Ich hatte tatsächlich vier Buchstaben eine Reihe höher gestickt als die anderen. So ein Scheiß!!! Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen - der Perfektionist verlangte Nachbearbeitung... 

In stundenlanger Friemel- und Flucharbeit habe ich die Buchstaben aufgepopelt und neu gestickt. Ich kam zwar spät, aber glücklich ins Bett. 



Die Beiden haben sich sehr gefreut - ich mich auch :) 
Die Kleine ist total süß und ganz lieb. Habe sie die ganze Zeit durch die Gegend getragen und mir gewünscht ich wär auch schon ne Mama :D

Danach gabs noch lecker Würstchen und ne Partie Tischfußball.

Später habe ich meinen Bruder eingesammelt und noch meine Tante und meinen Onkel in Kamen besucht und sie auf den neusten Stand gebracht. 

Heute war ich noch bei sämtlichen Großeltern und habe das Erzähltape nochmal von vorn abgespult.

Freu mich schon aufs nächste Mal ;)

Montag, 27. August 2012

Lauf, Miri, lauf!

Alles begann mit einem Paar geschenkter Laufschuhe - dem Erbe meiner letzten Beziehung...

Die Schuhe zogen mit in meine neue Behausung und erhielten einen Ehrenplatz unter einem großen Haufen normaler Straßenschuhe ;)
Sprich: Tief versenkt und aus dem Blickfeld verschwunden...

Nachdem ich nun die zweite Runde Weigth Watcher eingeläutet habe (zum heutigen Tag habe ich schon 7,5 kg abgenommen -woohoo!!!!), kam mir der Gedanke mal wieder kontinuierlich Sport treiben zu wollen.
Was kostet nichts, wofür brauche ich nichts und was kann ich direkt vor der Haustür machen?! Richtig: Joggen!

Ich googelte mich durch die Weltgeschichte und stieß auf einen Laufplan für Einsteiger.
Bisher waren meine Joggingambitionen nämlich direkt nach dem ersten Laufen gestorben, da ich schon alleine bei dem Gedanken die Strecke nochmal laufen zu müssen keinen Bock mehr hatte! Außerdem war das anstrengend und ich hatte das Gefühl alle 2 Minuten eine Sauerstoffmaske zu brauchen. 

Diesmal sollte alles anders werden! 
Der Laufplan ist recht einfach aufgebaut und versprach irgendwie Erfolg:

1. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 16 Minuten – jeweils 2 Minuten Laufen und Gehen im Wechsel
2. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3x 15 – jeweils 3 Minuten Laufen und 2 Minuten Gehen im Wechsel
3. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 16 Minuten – jeweils 3 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen im Wechsel
4. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 20 Minuten – jeweils 3 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen im Wechsel
5. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 20 Minuten – jeweils 4 Minuten Laufen und 1 Minute gehen im Wechsel
6. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 24 – jeweils 5 Minuten Laufen und 1 Minute gehen im Wechsel
7. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 24 – jeweils 7 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen im Wechsel
8. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 27 Minuten – jeweils 8 Minuten Laufen und eine Minute im Wechsel
9. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 30 Minuten – jeweils 14 Minuten Laufen und dazwischen 2 Minuten Gehen
10. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 30 Minuten – jeweils 30 Minuten lockerer Dauerlauf ohne Pause

Nach dem Ägyptenurlaub wusste ich, dass ich was an meiner Figur tun wollte!
Ich schnallte also eine Uhr um, zog mir einigermaßen taugliche Sportklamotten und die Laufschuhe an und joggte los.
Die 2 Minuten waren zu schaffen und allein die Kontrolle der Zeiten (wann sind die 2 Minuten rum, wann die 1e) lenkte von der Tatsache ab, dass ich mich anstrengte oder darüber nachdachte wie lang die Strecke noch sein würde.
Ich joggte teilweise vor der Arbeit was zu einem gewaltigen Hochgefühl führte - wer hatte um diese Uhrzeit schon was für sich getan? Außerdem war ich fit und motiviert.
Nachdem ich aber merkte, dass mir der Schlaf fehlte und ich doch lieber wieder länger schlafen wollte, lief ich nach der Arbeit.
Das hat sich bisher nicht geändert. Es ist einfach angenehmer den Stress wegzulaufen und sich danach noch gemütlich hinzusetzen, als sich morgens abrackern zu müssen um pünktlich auf der Arbeit zu sein.
Alle 2 Tage ging es also vor die Tür und ich freute mich jedes Mal darauf!
Es gab bisher nur 2 Male an denen ich wirklich fertig war und das lag einmal an 33°C und beim anderen Mal bin ich einfach zu schnell gelaufen.
Heute bin ich zum ersten mal die 5 Minuten gelaufen und ich war stolz wie Oskar als die 24 Minuten geschafft waren!!! Der Körper gewöhnt sich schnell dran und ich merke, dass ich die Strecken laufen kann ohne außer Atem zu sein und ohne Seitenstiche zu bekommen. 
Einziges Problem sehe ich nun in den Laufschuhen. Mir tut ab und zu mal die Hüfte weh. Die Aldischuhe sind vermutlich einfach nicht gut genug abgefedert. Man muss ja auch bedenken, dass bei jedem Schritt das 2 bis 3fache Körpergewicht auf den Gelenken lagert. Da mir momentan das Geld fehlt werde ich es noch bis zum 15.09. aushalten müssen. Wenn ich dann immer noch motiviert bin, werde ich mal ein Sportgeschäft aufsuchen und mich beraten lassen. 
Ich kann nur jedem empfehlen der Lust auf Joggen hat in diesen kleinen Schritten anzufangen! Der Schweinehund hat kaum eine Chance, da man nicht komplett fertig ist und stolz auf sich sein kann wenn man die erste Male durchhält. Es macht wirklich Spaß!!! Am besten noch gute Musik auf die Ohren und es läuft sich fast von allein ;)

Montag, 20. August 2012

Man kann nie genug Hobbies haben!

Was ist es wohl diesmal?!
Hat Miri endlich das Stricken erlernt?
Schneidet sie nun Buchsbäume in allen erdenklichen Variationen?
Vielleicht ein neues Instrument?

Neben Fotografieren, Modeln, Häkeln, Nähen, Klavier und Gitarre spielen, Sticken, Laubsägearbeiten, Malen, Zeichnen, Rollenspielen, Wandern, Joggen kommt jetzt noch Schmuck basteln dazu :-).

Ich habe immer gesagt, dass ich es doof finde ein Hobby oder eine Tätigkeit von vorneherein abzulehnen, ohne es je selbst probiert zu haben! Und so eröffnen sich mir immer neue Felder in denen ich am liebsten alles sofort und perfekt können möchte...

Kennt ihr das auch?! Ihr betretet einen Hobbybedarfladen und fragt euch warum es einen ganzen Bereich gibt in dem man Perlen kaufen kann? Ich schon!
Meine Freundin macht schon seit langer Zeit einen Teil ihres Schmucks selber. Vor ein paar Wochen habe ich ihr einen ganzen Karton verschiedenster Stofffetzen in die Hand gedrückt die sie für eben dieses Hobby haben wollte. Sie sagte, dass sie sich bei Xenos erstmal eingedeckt habe und nun durchstarten wollte.

Als ich das letzte Mal in Aachen war, führte mich mein Weg auch in den Xenos. Ich mag die Kette einfach - günstig, schönes und teilweise auch kitschiges kaufen. 
Ich hatte mich dort allerdings erstmal für meine 4-Tages-Watzmann-Hütten-Tour eingedeckt und habe nur im Vorbeigehen einen Blick auf die Perlen geworfen.

Letzte Woche habe ich mir in Mönchengladbach einen Bibliotheksausweis besorgt und mich nach Feierabend zwei Stunden in einer der Bibliotheken aufgehalten. Dort gab es neben Näh-, Bastel- und Patchworkbüchern auch Bücher über das Thema "Schmuck selber herstellen". So oft wie mir dieses Thema jetzt schon vor die Füße gefallen ist - das kann doch kein Zufall sein! Also direkt mal zwei von den Büchern ausgeliehen.

Zu Hause angekommen, habe ich mich schnell für eine Kette entschieden. Sie sollte aus einem Lederband, irgendwelchen Cover- und Crumpperlen, Draht, Swarowskiperlen und vielen anderen Dingen bestehen. Mein Weg führt mich in den Idee.-Laden in Mönchengladbach (vorher hatte ich mich bei Xenos mit drei Zangen, Quetschperlen und anderem Gedöns für günstiges Geld eingedeckt). Dort gab es eine große Auswahl an unterschiedlichen Perlen. Ich studierte also mit der Verkäuferin die Anleitung und suchte alles zusammen.

Als ich anfing zu basteln stellte ich schnell fest, dass wir die Anleitung nicht genau genug gelesen hatten. Es fehlten noch diverse Kleinteile. Also samstags nochmal ab in die Stadt und den Rest gekauft (dabei fanden auch diverse Sportklamotten und Drogerieartikel den Weg in meine Tasche). Beim Weiterbasteln konnte ich einen Wutaufschrei nicht unterdrücken: Ich hatte das Lederband und die Drähte irgendwo verloren. Verdammt!

Heute war ich also zum dritten Mal im Idee.-Laden und habe mir noch ein Lederband gekauft...
Und nun, tadaaaaaaaa - die Kette ist fertig!!!! Ob sie nun dem entspricht was ich mir vorgestellt habe, sei dahin gestellt, aber sie ist schon mal ganz "nett".




Der Verschluss besteht lediglich aus den übereinander gelegten Lederbandenden. Sie sind jeweils gegengleich an das Band gebunden und mit einer Perle versehen. So kann die Länge der Kette variiert werden.


Gestern habe ich mal zur Feier des Tages mein Schmuckkistchen sortiert und einiges weggeschmissen.
Dabei fiel mir eine Kette aus weißen Perlen in die Hand. Zwischen den weißen Perlen hingen in bestimmten Abständen auch kleine, silberne Kugeln. Diese sind durch den Körper- und Schweißkontakt mit der Zeit angelaufen und wurden teilweise matt und fast schwarz. Da ich ja nun bestens ausgerüstet bin und noch einige Perlen von der Bastelaktion übrig hatte, habe ich angefangen die grauen Perlen gegen durchsichtige auszutauschen. Das Ergebnis seht ihr hier:



Jede Öse habe ich dabei mit einer der Zangen selber gedreht. Ganz schön nervig und fummelig - hat sich aber gelohnt!

Hier mal ein Überblick über die Sachen die man so braucht:

Erstmal ein Buch als Inspiration


Dann die Zangen


Natürlich Ösen, Quetschperlen (diese halten die größeren Perlen an Ort und Stelle, da man sie, wie der Name schon sagt, so quetscht, dass sie nicht mehr verrutschen), Perlen in verschiedener Ausführung, Draht, Elastikband (z.B. für Armbänder) und und und





Jetzt bin ich wieder um ein Hobby und diverse Erfahrungen reicher. Handwerk ist einfach geil und macht so viel Spaß! Do it yourself!


Mittwoch, 15. August 2012

Ein Tag, so wunderschön wie dieser

Hallo liebe Miri-Fan-Gemeinde :),

heute war ein sehr erfolgreicher und schöner Tag.
Warum?

Joar - die Arbeit lasse ich mal besser aus, denn da gab es eher unerfreuliches, was mich aber nur peripher tangiert, da ich nur noch 2,5 Monate absitzen muss und dann ein neues Leben anfange :)

Was war dann?
Erstmal führte mich mein Weg zur Stadtbibliothek. Gott, war ich lange nicht mehr in einer Bibliothek!
Tolles Feeling, so zwischen all den Büchern! Die Handarbeits- und Bastelabteilung hat es mir angetan. Dort habe ich vermutlich auch die meiste Zeit verbracht. Da ich mich nicht entscheiden konnte, hat erstmal nur ein Quilt- und Patchworkbuch den Weg in meinen Beutel gefunden.
Danach kamen noch Harry Potter (habe ich bisher nur auf englisch gelesen und ich wollte das Finale doch gerne nochmal auf Deutsch aufsaugen), Barry Trotter (ja richtig - die passende Verarsche), Wanderführer für das Hohe Venn und den Eifelstieg (ich kann halt nicht genug bekommen), Ein Photoshop-Helferlein (irgendwie muss ich die olligen Landschaftsbilder mal etwas aufpeppen, sonst schlafen bei der nächsten Bildervorführung wieder alle ein), Illuminati und eine Gitarreneinsteiger-DVD (ich spiele jetzt geschlagene drei Wochen und kann schon die ersten Lieder, aber bestimmte Anschlagsrhythmen klappen noch nicht).

Danach habe ich mich mit einem Freund in Rheydt getroffen. Er hatte mir ein paar Schnitmuster schenken wollen, die noch von seiner Mutter waren. Da er sie nicht mehr brauchte und nicht wegschmeißen wollte, hat er an mich gedacht.
Aus den paar wurde im Mailverlauf (in dem wir unseren Treffpunkt und die Zeit ausmachten) ein Karton mit Schnittmustern aus den 50er, 60er und 80er Jahre. Wow! Ich bin gespannt.
Als dann der Kofferraum geöffnet wurde, fand erst ein Karton und dann ein zweiter den Weg in mein Auto. ich wollte gerade die Tür zumachen, da kam noch eine große Tüte hinterher. Mehr als völlige Fassungslosigkeit und ein "Du bist ja verrückt" kam mir nicht von den Lippen.
Erstmal einen Kaffee getrunken und über alte Zeiten geschwätzt.

(Steffi hau mich bitte nicht) - Davon liegen jetzt etwa 100 Stück oder mehr in meinem Kofferraum









Danach war ich noch fix einkaufen: Tomaten, Gurke, Paprika, Äpfel, Ananas, Maracuja, Erdbeeren, Magerquark, Petersilie, Säfte und Aufschnitt fanden den Weg in den Wagen - Richtig! Ich will meine Ernährung aufpeppen und nebenbei abnehmen :) Ist mal wieder nötig.

Zu Hause angekommen in meine Joggingklamotten geschmissen, Kopfhörer in die Ohren gepult und bei bester Housemusik durch den Wald gejoggt. Geil! 20 Minuten im Intervall 3 Minuten joggen, 1 Minute gehen. Hört sich nach pillepalle an - ich bin stolz auf mich ;D

Danach noch über die Maracuja hergefallen


Zum krönenden Abschluss noch mit Mama telefoniert und mich auch darüber gefreut, dass mein papa an mich denkt und mir auch was auf meinem Anrufbeantworter dagelassen hat :-)

Das Leben ist manchmal einfach nur schön!

Mittwoch, 18. Juli 2012

4. Tag Ägypten "Nimm deine Flosse aus meinem Gesicht du Heiopei!"

So langsam schwinden die Erinnerungen an die Details, ich sollte mich als ranhalten...

Der vierte Tag begann ziemlich unspektakulär, wenn man einmal von Tims großartigem Handy-Weckerton absieht.
Wenn ich so daran denke, fühlte ich mich beim "aufwachen" (eher aufschrecken) in meine Pfadfinderzeit zurückversetzt. Seelenruhig und schlummernd lag man in seinem Schlafsack und träumte von grünen Wiesen und grellem Sonnenschein und auf einmal zerreißt das Bild, gestört durch einen Pfadi der nichts besseres zu tun hat, als mit einer Tröte um die Zelte zu laufen und wie wild auf dem Ding rumzudrücken *TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖTTTTTTTTTTT* Ja danke, einmal reicht, schlafen kann ich jetzt eh nicht mehr!

So ungefähr fühlte ich mich, als nahe meinem Ohr ein lautes, fieses Geräusch erschallte. Im ersten Moment dachte ich es wär ein Feuer ausgebrochen und die Alarmanlage sei ausgelöst worden. Aber nein! Es war nur dieses ver******, olle Handy neben Tims Kopf. Arrrgggggghhhh! Das Netteste was mir einfiel war ein lautes, grimmiges "TIM!" und sowas wie "Mach das Teil aus und wehe du änderst den doofen Weckton nicht fürs nächste Mal!"

Die Laune war kurzzeitig etwas im Keller, aber dank etwas Wasser (das schon ganze Arbeit in Bezug auf unseren Magen-Darm-Trakt geleistet hatte) im Gesicht und dem hellen Sonnenschein der schon durch die Gardinen reinschien, hob sich der Gemütszustand wieder etwas.

Die Packliste war die gleiche wie am Vortag: Sonnencreme, Sonnenspray, Sonnenbrille, diesmal noch Handtücher, Desinfektionsmittel für die Hände (ja muss sein, die olle Creme und das Salz gehen so schlecht wieder ab - Tim sag jetzt nichts!), Wasserflasche, Kamera und iphone samt Unterwasserhülle.

Auf dem Voucher stand Abholzeit 8:20h, wir hatten also noch mehr als genug Zeit um ein ausgiebiges Frühstück einzunehmen.

Als wir aus dem Frühstücksraum hoch in die Lobby kamen, wartete da schon ein etwas aufgebrachter Ägypter an der Rezeption. Schnell stellte sich heraus, dass er uns suchte und schon seit einer Viertelstunde wartete. Um 8h sollten wir abgeholt werden und wir müssten uns nun beeilen, da wir noch andere Gäste einsammeln müssten. Nach einem Blick auf unsere Quittung gab er zwar vorerst Ruhe, aber ganz konnte er das Schimpfen dann doch nicht lassen...
Im Bus saßen außer uns nur noch zwei Russen. Die Klimaanlage lief schon auf Hochtouren (ich glaub ich hatte selten in einem Urlaub so viel Angst krank zu werden :)).

Fix sammelten wir noch vier weitere Leute in zwei anderen Hotels ein, wobei sich der Guide (der schon an der Rezeption bei unserer Abholung schimpfte) noch über eine andere Reisegesellschaft aufregte, da sie die Ampel am Hotel, die die  Zu- und Ausfahrt regelte, missachteten nur um auf dem Rückweg selber bei rot zu fahren... Seltsames Völkchen :)

Am Schiffsanleger angekommen brachte man uns erstmal an einen Sammelpunkt um auszusortieren wer angeln und wer schnorcheln wollte. Die Schnorchler (zu denen wir auch zählten) mussten sich an einer Schlange die zu einem offenen Fenster führte einreihen. Eine genaue Erklärung warum und was wir da sagen oder machen sollten gab es nicht.

Als wir so anstanden war aber schnell klar, dass man sich in Listen eintragen musste und der Typ am Fenster dann entsprechend die Utensilien raussuchte (Flossen, Maske, Schnorchel). Das ging relativ reibungslos und so konnten schon mal die ersten Schnorchelfashion-Fotos geschossen werden.




Mit Sack und Pack ging es dann im Herdentrieb zu den Schiffen (oder Yachten oder Boote oder wie auch immer die heißen). Dort wurde wieder nach Schnorcheln und Angeln sortiert und auf die passenden Yachten verwiesen. Wir erklommen die "King I".
Nachdem wir angehalten wurden die Schuhe auszuziehen, ging der erste Weg nach oben an Deck. Hier reihten sich weiße Polster aneinander. Die Schattenplätze waren schon recht dich belegt und so zog ich den Sonnenplatz am Heck vor. Jede Menge Platz um das weiße Skalp mal schön braten zu lassen...
Erste Tat - Sonnencreme auf die Haut :) (Das wiederholte sich an diesem Tag mindestens 10x, zumindest aber nach jedem Wasserkontakt).



Irgendwann waren alle Leute auf den entsprechenden Yachten verteilt und es konnte losgeschippert werden.
Ziel war Giftun Island - ein relativ neu erschlossenes Korallengebiet. Ich glaube wir fuhren etwas eine Stunde bevor wir das erste Mal vor Anker gingen.

Schon von weitem ließ sich erahnen welche Pracht sich direkt unter der Wasseroberfläche befinden musste


Wie man allerdings auch sieht: Wir waren nicht allein! Im Gegenteil - Im Wasser tummelten sich schon jede Menge Touristen, bewaffnet mit Flossen und Schnorcheln.

Mit einem gewagten Sprung ging es ins kühle Nass (27°C Wassertemperatur sind bei 40°C Lufttemperatur tatsächlich kalt :)). Keine 2 Minuten später erschallte das erste Mal "In da Group". Dieser Ruf kam gefühlt alle 10 Sekunden um uns die Richtung zu weisen.
So war das Ganze nicht so hunderprozent entspannt wie erhofft, aber dennoch ein wahrgewordener Traum!



Als ich zum ersten Mal den Kopf unter Wasser hielt, konnte ich noch nicht viel ausmachen außer vieler Beine, schicker Badehosen und dicker Männerbäuche. Ich probierte mich erstmal an dem wasserdichten iphone. Durch die Schutzhülle, war das Bedienen allerdings so gut wie unmöglich und so blieb das gute Ding den Rest der Zeit an einem Ehrenplatz - zwischen meinen beiden besten Stücken ;)

Leider können die Fotos kaum das wiedergeben, was ich unter der Wasseroberfläche gefühlt, gesehen und gehört habe. Es war einfach atemberaubend! Ich fühlte mich wie in eine andere Welt versetzt. Diese Farben, die vielen Lebewesen, die Stille und vor allem mein Lieblingselement: Wasser.
Ich wusste eins sofort: Ich will oder ich MUSS tauchen lernen! Ich will noch viel mehr davon und vor allem will ich mich auf dem Meeresgrund bewegen können und immer wieder in diese Schönheit und diese Stille eintauchen können. Es war einfach ein Traum!!!


Mit der Allroundkamera von Tim haben wir noch jede Menge Videos gemacht und auch einige Fotos geschossen.

Ich habe mich furchtbar über die Leute aufgeregt.
Beim ersten Mal war ich gerade dabei das iphone auszubrobieren als ich schon die erste Schwimmflosse im Gesicht hängen hatte. Ich wurde mehr als einmal angeschwommen oder angerempelt... Da kann man schon mal aggressiv werden :)

Das zweite Mal dachte ich ich trau meinen Augen nicht. Da hängt so ein Russe inmitten der Korallen und greift mit beiden Händen in eine von ihnen um sie abzureißen. Das hat mich richtig aufgeregt!!! Wie kann man sowas schönes und wertvolles einfach so zerstören? Ich glaub der hat keine Ahnung wie lange es dauer bis sich so eine Koralle entwickelt und das es tatsächlich auch Lebewesen sind... Blödmann!!! Selbst die Guides haben nichts dazu gesagt... Echt traurig!

Nachdem wir wieder auf dem Schiff waren, ging es ein paar Kilometer weiter. Dort waren wesentlich weniger Touristen, das Wasser war klarer und die Vielfalt der Unterwasserlandschaft war noch größer!





Seit ich als Kind Mittelohrentzündung hatte, hatte ich Probleme wenn ich mehr als 2m tief tauchen wollte.
Da ich ja nun Tauchen lernen wollte, wusste ich dass da eine Lösung her muss: Druckausgleich! Schon viel von gelesen und gehört, aber noch nie ausprobiert.
Ich machte einfach das was ich im Flugzeug auch machte wenn die Ohren zugingen: Beim Tauchen Nase zuhalten und die Atemluft Richtung Ohren drücken. Es machte ein leises Geräusch (eine Art Pfeifen) und die Schmerzen waren wie weggeblasen. Auf einmal konnte ich 5m tauchen ohne irgendeine Beeinträchtigung zu spüren - ein völlig neues Lebensgefühl! Auch das Tauchen mit Schnorchel und das leeren der Maske unter Wasser waren kein Problem - Tauchschein ich kommmmeeeee!!!



Als wir wieder auf der Yacht waren gab es erstmal ein Mittagessen.
Ich setzte mich mit vollem Teller ans Heck und ließ die Füße im Meer baumeln - was ein Leben!

Mit vollen Magen wartete noch ein krönender Abschluss auf uns.
Paradise :) Zumindest sagte das Schild am Strand das. Da die großen Yachten nicht in unmittelbare Strandnähe ankern konnten, wurden wir mit einer kleinen Nussschale abgeholt. Wie Tim mehrmals erwähnte erinnerten die vollbesetzten Dinger eher an Flüchtlingsboote. Das war schon ein kurioser Anblick...

Der Strand an den wir gebracht wurden, verdiente den Namen wirklich. Nur die Malediven können schöner sein! Heller Strand und türkisblaues Meer in verschiedenen Nuancen. Keine Wolke am Himmel und eine Stunde Aufenthaltszeit. Fein! (ich erwähne jetzt lieber nicht die tausend anderen Menschen die mit uns hier waren)

Wir schwammen, machten Spaßfotos, Videos und sammelten kleine Muscheln und Korallenreste die an den Strand gespült worden waren (So sammelt man Korallen ihr Heinis!). Die Stunde ging vorbei wie im Flug!





Hier kristallisierte sich der erste Sonnenbrand bei mir heraus. Am Beinansatz wo der Badeanzug anfängt waren schon rote Stellen und auch der Rücken und die Schultern wurden langsam warm. Ich legte mir das Handtuch um und genoss die restlichen Minuten die wir hier noch hatten...


Zurück auf dem Schiff legte ich mich an den gewohnten Platz und döste vor mich hin.


Die Rückfahrt gestalte sich recht ereignislos (irgendwann hatte ich Doof-Egon mal im Gesicht sitzen - dazu erzähl ich aber beim Kairoeintrag noch mehr).

Im Hotel machten wir uns noch über das Nachspeisebuffet her und ließen den Abend gemütlich ausklingen.