Donnerstag, 4. April 2013

Leben ist das was passiert während du andere Dinge im Kopf hast...

Eine gefühlte Ewigkeit ist seit dem letzten Post vergangen. Das wurde mir aber erst bewusst nachdem ich von verschiedenen Seiten angesprochen wurde wann denn endlich wieder was Neues kommt.
Irgendwie hielt ich keins meiner Erlebnisse als besonders nennenswert und interessant... Als ich dann gestern mal ein paar Bilder von meinem Handy auf den PC gezogen habe, ist mir erst aufgefallen wieviele lustige, spannende und interessante Sachen doch so in der Zwischenzeit passiert sind.

Die immer wieder gern gefragte Frage: "Wo fange ich an?"
Tjoar...Schwierig...Vielleicht mit meinen kreativen Projekten?! Das erste was mich da so anlacht ist mein erster Versuch ein T-Shirt selbst zu gestalten. Man nehme also ein schwarzes Shirt (am besten so ein Labberding was eh kacke aussieht, damit man sich im Zweifelsfall davon trennen kann wenn es nachher noch "bekackter" aussieht - Sorry für die Wortwahl ;)), eine Vorlage die man sich selber zaubert oder im Internet erstöbert, einen Drucker der dir diese Vorlage auf ein leeres Blatt Papier zaubert, eine dicke Folie, ein Skalpell, Sprühkleber, Pinsel und Stoffmalfarbe.
Aufgrund meiner Gefühlslage entschied ich mich für den Spruch "No brain, no pain" und ein Gehirn. Stress begleitet mich schon seit Wochen, dazu noch ne Portion Sorgen und Schlafprobleme und fertig ist der Alles-ist-scheiße-Cocktail! Ich habe schon vor Jahren am eigenen Körper erleben müssen wie ätzend es manchmal ist halbwegs intelligent zu sein (das soll jetzt nicht arrogant klingen...), man macht sich echt Gedanken um alles und jeden... So ein Kippschalter wäre manchmal ganz nett - Kopp aus!

Bevor ich jetzt in allen Einzelheiten erkläre wie der Vorgang abläuft, hier einfach das fertige Shirt an meinem *räusper* Adoniskörper (sagt man das bei Frauen eigentlich auch??? oder bin ich dann wie mein Chef der zu Männern sagt sie seien burschikos - er sagte sogar kurschibos, aber das ist ne andere Geschichte):


Was haben wir denn als nächstes?! Vielleicht mein Ergebnis aus dem Metall-Werkunterricht?! In mühseliger, nerviger und dreckiger Kleinstarbeit ist ein Flaschenöffner in Fischform entstanden. Ich bin schon ein wenig stolz auf mich! Ich mag zwar nach wie vor die Metallerei nicht, aber hey ich habs geschafft und es ist sogar was ansehnliches bei raus gekommen - will euch das natürlich nicht vorenthalten:


Danach folgten noch zwei Buchstützen die jetzt meinen Schreibtisch zieren.

In der Schule fragte mich eine Mitschülerin vor Karneval ob ich ihr eine Corsage nähen könnte. Sie wollte als Harley Quinn gehen und so sollte die Corsage in den Farben rot und schwarz gehalten sein. Das war ja was für mich! Kreatives ausprobieren!!!! Ich hatte bis dato noch nie einen Schnitt angepasst und noch wenig experimentiert. Eine Corsage hatte ich auch noch nie gemacht. Mein hoher Anspruch ließ mich zur Höchstform auflaufen! Ich skizzierte, malte und nähte auf gut Glück los. Die Dame trägt eine 32/34, hat eine super schmale Taille aber dafür breite Hüften. Ich nahm die obere Schicht mit in die Schule und passt die Corsage vor Ort nach Gefühl an. Zuhause tüfftelte ich dann noch an farblich wechselndem Schrägband, an einer Rückenlasche und an der Schnürung. Ich wollte es einem Korsett nachempfinden.
Es besteht aus 3 Schichten. Einer Schicht Baumwolle für außen (eine Hälfe rot, die andere schwarz), innen ein sehr fester Gardinenstoff (der Rest einer Ikea-Gardine) und als Futter creme-farbene Baumwolle. Eine Schließe habe ich nicht eingebaut. Die Arme muss jetzt immer über den Kopf ein- und ausssteigen :)


Die Farben sind eher wie auf dem letzten Bild. Die Übergänge der Schrägbänder sind mir nicht 100%ig gelungen, aber für meinen ersten Auftrag war ich mehr als zufrieden!
Ich hoffe mal dass ich das Bild von ihr hier zeigen darf :) Also tadaaa:

Genäht habe ich danach relativ wenig... Ich habe zum Geburtstag der Harleyquinn-Lady ein Eulenkissen entworfen und genäht:
Dafür habe ich auch schon einen Auftrag hier liegen, aber mir fehlen die richtigen Farben...

Dann habe ich Tatütas und einen Loop bei Dawanda eingestellt und ein paar Wochen später kam mein erster Fremdauftrag ins Haus geflattert :) Einen Loop - Yeah! Habe mir dann auch ein wenig Mühe für die Verpackung gegeben...

Ich hoffe die Käuferin trägt ihn so gern wie ich :) Aber zumindest habe ich ne gute Bewertung bekommen... Mal sehen ob da noch mehr draus wird...

Aktuell sitze ich an einem Seitenschläferdrachen. Eigentlich wollte ich den heute fertigmachen, aber ich war einfach so faul und träge dass er nun hinter mir liegt und darauf wartet weiter genäht zu werden... Ich faule :p

Dann gab es noch einen Grund stolz zu sein: Ich kann stricken!!! Bin soooo begeistert! Nach drei gescheiterten Versuchen und blank liegenden Nerven hat es beim vierten Mal geklappt. Meine Mitbewohnerin hat mir einen ganz einfachen Trick gezeigt wie ich den Faden nicht verlieren kann und jetzt übe ich fleißig alles mögliche an Mustern :) Da mir das Geld für mehr Wolle fehlt ist mein erster Loop nur zum einfachen umhängen gedacht. Das Abketten hab ich mir sogar allein beibringen können :)

Hier mal mein erstes Patentmuster
Und hier der Schal - einmal im angefangen Zustand und einmal im fast fertigen :) (nennt sich Perlmuster)


Vor einer halben Ewigkeit habe ich in Marburg mal eine tolle Schaufensterdeko gesehen die mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Als ich dann vor ein paar Wochen in der Werkhalle war, lachte mich ein Stück Holz an und sagte "Verarbeite mich! Bitttteeeee!" Also schnappte ich es mir, sägte es in zwei Teile, bohrte ein paar Löcher, kaufte drei Flaschen und hing das Ganze in mein Fenster :)


Apropos Werkhalle: Zusammen mit zwei Mitschülern muss ich eine Facharbeit zum Thema ergotherapeutisches Mittel Holz anfertigen. Wir haben uns als Werkstück für eine Wanduhr entschieden. auch die ist vor einigen Wochen fertig geworden und ziert nun meine Wand:


Cool was?! :) Ich nehme gern Aufträge entgegen *gg* Ein echtes Designerstück - oder so...

Es folgten noch einige Teile aus Glas - in Tiffanytechnik



Dann habe ich mich noch selbst beschenkt und habe mir ein Tablett gemacht welches ich auf mein Sofa stellen kann um was zu knabbern und Tee drauf zu stellen. Ich wollte es noch mit weißem Lack besprühen, bin mir aber noch nicht so ganz sicher...



Zwischendurch wurde gebacken, gegessen, mehr oder weniger geschlafen und gepierct. Bitte was?! Piercing?! Wo denn??? Jaaaaa, das würdet ihr gern wissen :D Aber ich werde euch das nicht vorenthalten :D Zum Vorgeschmack erstmal nen legga Hefezopf



Und nun,

achtung,

es kommt,

jetzt gleich,

jaaaaaa 

War doch gar nicht so schlimm oder?! Zum arbeiten kann ich es auch reinklappen - sehr praktisch! Ich mag es :D Mama nicht, aber das war zu erwarten - und A. hat mir versichert, dass er mich immer noch mag - so ein Glück. Am Samstag war ich bei meiner Oma, aber ich glaube sie hat das gar nicht gesehen - ein hoch auf schlechte Augen :D :D :D

So - das wars erstmal... Ich hatte ja eingangs lustiges und spannendes erwähnt - das folgt wenn ich die ersten Rückmeldungen bekommen habe. Ich muss euch ja bei der Stange halten :D

Gute Nacht und sweet dreams!!!

Mittwoch, 16. Januar 2013

Winter Wonderland

Ich höre es schon in euren Köpfen "Wie jetzt? Schon wieder ein Eintrag? Was ist denn mit der los?" Ja - Wahnsinn, ich bin selbst überrascht :)

Aber ich will mich einfach nochmal ganz öffentlich über die weiße Pracht vor meinem Fenster freuen! Endlich, endlich ist er da! Der Winter mit seiner eisigen Kälte, dem weißen Pulver, den eingefrohrenen Seen und der wunderbaren Stille.
Eine Freundin von mir schrieb gestern über ein bekanntes, soziales Netzwerk, dass sie Lust auf ein Schneeshooting habe und ob sich jemand bereit erklären würde sich vor ihre Kamera zu stellen. Innerlich hob sich mein Zeigefinger blitzschnell in die Höhe und schrie "Hier!Hier!Ich!". Meine Finger flogen über die Tastatur und sagten zu. Erst im Nachhinein fiel mir ein dass ich erst Schulschluss haben würde wenn es schon dunkel ist und sie bat um ein Shooting unter der Woche - hmpf!
Aber wer mich kennt weiß: Es gibt für alles eine Lösung - und zwar jetzt sofort!

Meine Lösung werde ich euch nicht mitteilen, aber so viel sei gesagt: Das Fotografieren hat schon heute stattgefunden :) Und zwar mit Halsschmerzen im weißen Kleidchen - Miri weiß was ihr Immunsystem braucht <3. Ja Mama, ich weiß, dass das unvernünftig ist. Nein ich habe mich nicht in den Schnee gesetzt. Ja, ich hatte drei Strumpfhosen an und habe mir Tee gekocht.
Es war kalt, kalt und kalt. Aber dafür auch schön und weiß und toll :D

Danke an dieser Stelle an IreneK Photography (auch bei Facebook) für das erste Ergebnis - i love it <3
Den Radmantel, die Krinoline und das weiß Überkleid habe ich selbst genäht.

So jetzt noch ein wenig Lernen für die Anatomieklausur morgen.


Montag, 14. Januar 2013

Kreative Ergüsse

Ohje lang, lang ist es her, dass ich etwas geschrieben habe.
Ich konnte mich nie recht für etwas entscheiden und hab es dann einfach gelassen - keine tolle Art...

Ich habe mir also überlegt einfach mal meine kreativen Ergebnisse der letzten Zeit zu zeigen. Ich war nämlich sehr fleißig ;) Da mir die Lust am Klamottennähen fehlt, reichte es "nur" für Kleinigkeiten und nützliche Dinge.

Da haben wir zum Beispiel eine Nackenrolle. Der Anfang lag schon seit Anfang des Jahres in einem Karton. Es fehlte mir immer die Lust es fertigzustellen. Es ist nicht das einzige ufO (unfertiges Objekt) was endlich fertiggestellt wurde ;) Aber dazu gleich mehr! Den Stoff habe ich mal auf einem holländisch/deutschen Stoffmarkt gekauft.


Die Zeit der Wichtelgeschenke stand im Dezember vor der Tür und so habe ich einer tanzbegeisterten Mitschülerin dieses Kissen mit selbstgemachtem Stencil genäht/gemalt. Den Rand ziert eine schwarze Paspel.


Eine Hülle für meinen Schulordner (hierfür konnte ich endlich das erste Mal den Tildastoff benutzen)


Eine Kirschkerneule zum Geburtstag einer Mitbewohnerin


Ein großes Utensilo und eine Tatüta (Taschentüchertasche) zum Geburtstag einer Freundin


Ein Set von Kleinigkeiten für eine liebe Freundin und Mitschülerin (bestehend aus Tatüta, Tampontäschchen, Schminktäschchen und Kirschkernkissen für die Jackentasch)





Ein ein Jahr lang liegen gebliebenes ufO - endlich, endlich fertig und heiß geliebt :) Eine Handtasche nach einem Schnitt von Amy Butler (mein erste englischer Schnitt)



Pinnwand für meine Schwester (zu Weihnachten)

Tablett, geflochten aus Peddigrohr, beklebt mit Servietten und ein Brotkörbchen mit Hamburger Stoff für A. (zu Weihnachten)




Mein erstes Doodle-Stitching (Freihandsticken) für meine Mama. Ich habe ihr einen Kalender gekauft und das Doodle-Stitch in Stoff eingefasst und eine Kalenderhülle daraus gemacht - leider habe ich kein Bild vom fertigen Objekt (zu Weihnachten)


Fernbedienungstasche für meinen Bruder - sein Wohnzimmer ist in braun und grün gehalten, hier liegt es auf dem Sofa meiner Mutter (zu Weihnachten)



Die Weihnachtsdeko um die ich mich gekümmert habe (War alles etwas spontan, weil das grüne Gestrüpp nicht so wolle wie ich)



Eine Schallplattenschüssel für einen Freund zum Geburtstag


Und schon mehrfach erprobt: Beeren - Mascarpone - Muffins (die besten Muffins ever - mjam mjam)




In der Hoffnung, dass das hier nicht so untergeht:

Als ich an meinem Geburtstagswochenende aus Hamburg kam erwartete mich schon die "Happy Birthday" - Girlande an meiner Tür. Meine Mitbewohner hatten an mich gedacht und sie für mich aufgehängt :)

Als ich am nächsten Morgen in der Küche stand bekam ich von jedem eine herzliche Umarmung und ein ganz, ganz tolles und liebevolles Geschenk! Sie schenkten mir einen Strickkurs bei J. (meiner direkten Nachbarin im Wohnheim), Wolle, Stricknadeln und ein Buch mit Mustern. 
Ein paar Wochen vorher hatten wir uns über Dinge unterhalten die wir nicht können aber gern lernen würden... Nachdem ich von meinen bisherigen Strickerlebnissen erzählt hatte und auch von meiner damit verbundenen Frustration haben sie sich dazu entschlossen mir zu helfen :) Geschenke mit Hintergrund sind einfach toll <3


In der Schule bekam ich dann noch ein ganz persönliches Geschenk:



Meine Mitschülerin (der ich das Taschenpaket gemacht habe) hat mir ein Bild gemalt mit lauter Dingen die sie mit mir verbindet: Tattoos, Nähen, Muffins, Musik
Da sie meine Krümelmonstermuffins gesehen hatte, wollte sie mir auch welche machen :)
Sie hat sich soooo viel Gedanken gemacht und Mühe gegeben - einfach toll <3

Wie schon gesagt: Es war einer der schönsten Geburtstage die ich je hatte!!! Danke euch allen!!!










Freitag, 14. Dezember 2012

Alle Jahre wieder...

...kommt das Christuskind... nein ich meine nicht Weihnachten, ich rede von Geburtstagen :)
Auch dieses Jahr kam ganz überraschend am 09.12. mein Geburtstag. Ich hatte mich schon vor Jahren damit abgefunden, dass es ein Tag wie jeder andere ist dem keine besondere Beachtung geschenkt wird bzw. geschenkt werden muss. Dieses Jahr sollte das aber ganz (!) anders werden - und das verdanke ich sehr besonderen Menschen! Aber mal von Anfang an erzählt...

Meine Mutter, meiner Schwester, der Freund meiner Mama (A. - das macht es etwas einfacher für den Verlauf der Erzählung ;)) und ich, hatten schon vor längerer Zeit überlegt ein gemeinsames Wochenende in der Heimatstadt von A. zu verbringen: Hamburg (*seufz*). Das einzig freie Wochenende war mein Geburtstagswochenende. Jeder markierte mit Rotstift den Kalender und es wurde tüchtig geplant. Mama und Schwester würden mit dem Zug fahren und ich wollte mit meinem Auto und ein paar Mitfahrern losdüsen.

Wie das immer so ist wollte meine kleine Karre schon zwei Wochen vorher nicht mehr anspringen. Die Probleme mit der Batterie kannte ich noch aus dem letzten Jahr und so bat ich eine Mitschülerin mir beim Überbrücken zu helfen. Nach dreimaligem Versuch klappte es auch und ich drehte eine kleine Runde ehe ich feststellte, dass mein Tank so gut wie alle war. Da ich wenig Lust hatte auf der Autobahn liegen zu bleiben weil das Benzin nicht reichte, fuhr ich zur Tankstelle: Getankt, Smalltalk mit dem Besitzer gehalten, bezahlt, ins Auto eingestiegen, Schlüssel rumgedreht..... War ja klar! Miri steht an der Zapfsäule und das Auto gibt keinen Mucks von sich.... Ich also wieder raus, von Auto zu Auto gelaufen und einen älteren Mann gefunden der tatsächlich ein Überbrückungskabel dabei hatte. Ich spielte Einweiser und schaufelte die Zapfsäule an der mein Auto stand frei. Der Mann fuhr vor (eher in) mein Auto, stieg aus, bemerkte dass er meine Stossstange knutschte, stieg wieder ein und setzte zurück. Währenddessen kam der "nette" Besitzer raus und schimpfte mit einem Lächeln auf den Lippen wie ein Rohrspatz (ziemlich debiles Bild). Lange Rede kurzer Sinn: Da ich kurz vorher schon überbrückt hatte wusste ich wo welches Kabel hin musste und so war das eine Sache von ein paar Minuten. Ich fuhr noch über die Autobahn und wieder nach Hause zurück. Die nächsten drei Tage fuhr ich jeden Tag eine kleine Runde und am vierten Tag, als ich das Abendessen der Heimbewohner retten wollte, sprang die Karre wieder nicht an. Da ich wenig Lust auf dieses Hin und Her hatte, entschied ich mich selber einen Fahrer über die Mitfahrerzentrale zu suchen. Für die Hinfahrt wurde es ein spießiger, besserwissender Beamter mit altem Audi und für die Rückfahrt ein junggebliebener Typ mit Polo. Ich frag mich immer noch was nun besser war: Jede Menge Platz, aber nervige Gespräche und ein Kontrolltyp oder eingepfercht mit Knien im 15° Winkel und einer unfreundlichen Nachbarin. Aber wie auch immer - ich kam gesund und munter in Hamburg an.

Dort wurde ich von A. abgeholt und ins traute Heim gefahren. Ich bin nach wie vor wirklich baff, dass er sich diese Strapazen aufgeladen hatte! Den Tag vorher ist er aus dem fernen Asien gekommen, wo er zwei Wochen von Land zu Land geflogen ist um geschäftliche Dinge zu regeln. Dementsprechend müde war er auch, aber trotzdem freute er sich, wie der Rest, auf dieses Wochenende. Wahnsinn ;)

Wir holten meine Mutter und meine Schwester am Bahnhof ab, die wegen eines Personenschadens ("Ständig muss sich einer vor den Zug schmeißen") 2 Stunden später ankamen. Anschließend stand Styling auf dem Plan. Es ist immer wieder erstaunlich wie wunderhübsch meine Schwester ist *staun* Aber auch meine Mama sah total toll aus (schließlich muss meine Schwester das ja von irgendwem haben ;)). Wir ernteten anerkennende Worte von unserem Hahn und machten uns auf zum Italiener.

Es erwartete uns ein sehr stimmiges, loungiges und schickes Restaurant. Ein Tisch am Fenster war reserviert ("Schön hier mit den Lichtern und dem Bach"), die Karte wurde überflogen, die Preise schluckend zur Kenntnis genommen und das erste Glas Wein getrunken. Ich bestellte mir Macheronchinis in einer Trüffel-Honigsauce. Es war so mmmmmmmhhhhhhhhhhhhh. Wenn ich jetzt daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Wie nicht anders zu erwarten hatten meine Schwester und ich großen Spaß, lachten über schlechte Witze und Erinnerungen. Ich glaube für Außenstehende wäre das nicht nachvollziehbar und vermutlich auch extrem anstrengend, aber ich liebe es so kindlich und gedankenlos sein zu können. Es tat mir etwas leid für A. und ich hoffe es war nicht ganz so schlimm für ihn ;)

Nachdem wir wieder zurück bei A. waren, verabschiedeten sich die Herrschaften und meine Schwester und ich planten den Rest des Abends: Ein Spaziergang durch die Speicherstadt und ein Gang über die Reeperbahn, ein Blick Richtung Herbertstraße und einen Cocktail schlürfen. Meine Schwester reagierte genau wie ich als ich das erste Mal auf der Reeperbahn war "Das ist alles?" - Eigentlich nicht so spekatkulär wie man denkt ;) Sie Speicherstadt fand sie aber (so wie ich) wunderschön. Das ist auch (gerade im Dunkeln) einer meiner Lieblingsplätze in Hamburg.
Da wir beide sehr müde waren ging es nach einem kurzen Rundgang zwischen den Speichern ins warme Bettchen.




Samstag gab es frische Brötchen (A. hat sie extra für uns geholt :D) und einen Frühstückstisch a la Mama (das sind einfach die besten!). Meine Schwester und ich zog es danach wieder in die Stadt zum Bummeln und Glühwein schlürfen. Es war der Teufel los! Ich ging eigentlich davon aus, dass es noch nicht so schlimm sein würde, da noch genug Zeit bis Weihnachten war, aber weit gefehlt. Es war mega anstrengend! Und Madame musste erstmal ausgiebig Schuhe begutachten. Ich kaufte mir dank finanzieller Unterstützung (Ich find das immer noch unglaublich) eine neue Jacke und als wir auf die Uhr schauten traf uns der Schlag da wir keine Zeit mehr zum Sehenswürdigkeiten gucken hatten. Alle zeit war zum bummeln und schaun drauf gegangen... Den Glühwein ließen wir uns trotzdem nicht nehmen und kauften auf dem Rückweg noch ein Gastgebergeschenk.

Nun starte das eigentlich Geburtstagsprogramm. Zuerst ging es Richtung Landungsbrücken/alter Elbtunnel. Dort ließen wir uns in einem kleinen aber feinen, italienischen Restaurant nieder und genossen Schweinemedaillons, Gorgonzola-Nudeln, Fleischplatte und Fisch. Dazu eine Flasche Wein. Hach was ein Leben! Mit gefülltem Magen ging es dann zum Steg 1, ich wusste ganz genau dass hier die Boote zum König der Löwen ablegten, da ich im Februar mit einem davon gefahren bin. "Ach schau mal, Kreuzfahrtschiffe. Die schaun wir uns doch mal an" Unten standen schon zwei bunte Schiffe zum ablegen bereit und als A. und meine Mutter darauf zuhielten liefen mir die Tränen! Wir gingen tatsächlich ins Musical. Und dann auch noch in eines der schönsten die ich je gesehen habe! Ein Traum! Ich war so gerührt. Ich weiß was eine Karte kostet und wie eng es gewesen sein musste noch welche zu bekommen. Die Vorfreude, diese Großzügigkeit und die Umgebung nahmen mir den Atem. Ich freute mich wirklich sehr!!!
Nach der Überfahrt tranken wir noch ein Glas Prosecco und freuten uns auf das was kommen würde.
Was soll ich sagen?! Zwei Taschentücher überlebten den Abend nicht, wir weinten zusammen über die Schönheit des Bühnenbilds, der Musik und der Darstellung und dem Gedanken an unsere Lieben. Es war unfassbar schön...




Als das Musical zu Ende war, hatten wir noch eine Stunde bis Mitternacht und damit zu meinem Geburtstag. Wir fuhren zurück zu den Landungsbrücken, nahmen die Treppen Richtung St. Pauli und bogen ins Hotel Hafen Hamburg ab um in der Tower Bar einzukehren. Wie sich herausstellte hatte meine Mutter schon Wochen vorher einen Tisch reserviert und so lange mit dem "Einweiser" geflirtet bis wir einen netten Tisch am Fenster bekamen :) (Mama du bist meine Heldin). Es gab Cocktails und kurz vor Mitternacht Champagner. Um Mitternacht erschallte "Happy Birthday" aus den Lautsprechern und die 3 tollsten Begleiter die man sich wünschen kann zündeten Wunderkerzen an. Das Lokal stimmte in den Singsang mit ein und brachte mir ein Ständchen. Es fühlte sich alles so unrealistisch an. Ich war eine kleine Prinzessin ;) Wir genossen die Zeit und die Stimmung und machten uns bald auf den Heimweg und in die Betten...

Am Morgen gab es dann wieder leckere Brötchen und einen liebevoll gedeckten Geburtstagstisch. Aber diesmal mit Kerzchen, Champagner und einem ganz tollen Schokosahnekuchen mit Beschriftung.




Ich glaube diesen Geburtstag kann ich getrost einen der schönsten nennen die ich je hatte. Ich war selten so sorglos, so glücklich und so zufrieden. Ich danke euch für jede gemeinsame Sekunde! Ihr seid einfach großartig!!!

Der Sonntag gestalte sich sehr gemütlich. Wir brachten meine Schwester zum Bahnhof, gönnten uns einen Lumumba auf dem Harburger Weihnachtsmarkt, aßen Kuchen und Franzbrötchen und tranken Tee. Abends wurde ich noch zum Treffpunkt mit der Mitfahrgelegenheit gebracht und fuhr wieder nach Hause. Wie kurz so ein Wochenende doch sein kann! Heute vor einer Woche war ich mit meiner Schwester in der Speicherstadt unterwegs - die Zeit rennt!

Danke, Danke, Danke für alles! <3