Freitag, 16. Mai 2014

Querbeet

Liebe Lesegemeinde,

fällt euch was auf?! Der Abstand zum letzten Post ist deutlich geringer als davor :D Läuft!
Eigentlich wollte ich schon viel eher schreiben, aber meine Zeit war mir jedes Mal zu kostbar und ich habe es, aus egoistischen Gründen, vorgezogen sie für mich selbst zu nutzen. Ich weiß - ich bin ein wirklich schlechter Mensch ;) Das wurde mir auch heute erst wieder bestätigt...
Ich mag ja diesen Spruch "Die Liste derer die mich am Arsch lecken können wird von Tag zu Tag länger". Mit dem Alter kommt dann wohl einfach die Weisheit welche einen lehrt, dass es ehrenwerter ist auf eigene Bedürfnisse zu achten, als "Everybodies Darling" zu werden. Aber genug der langweiligen Psychologie (obwohl ich jetzt noch stundenlang drüber reden könnte - ich glaube ich hänge einfach noch ein Psychologie-Studium hinter meine Ausbildung).

Also was ist passiert in der letzten Zeit? In jedem Fall eines: Viel!
Unter anderem habe ich schon für mein zweites Praktikum (beginnt Ende Juni) hospitiert, zwei Module meines neuen Stusiums besucht, dementsprechend auch zwei Studienarbeiten angefertigt und abgegeben, mich bei quertour beworben (als Reisebegleitung für Menschen mit Behinderung), viel gearbeitet, ein Mittelalterkonzert besucht, Shootings gehabt, Hamburg ein weiteres Mal unsicher gemacht, mit einem kleinen Teil der Familie den Geburtstag meiner Schwester gefeiert (<3), mein Patenkind kennengelernt und meine beste Freundin und Ihren Freund wiedergesehen (<3), den Stoffmarkt in Kerkrade besucht, in der Walpurgisnacht als Hexe das große Lagerfeuer rückwärts umtanzt, den Geburtstag zweier Freundinnen nachgefeiert (<3), zum Friseur gegangen (mit viel Haarverlust und einem neuem Pony), natürlich Handarbeit und Gefühlschaosse (wie auch immer die Mehrzahl ist) durchlebt.
Wie immer lasse ich Bilder sprechen ;)

 Erstmal alles Selbstgemachte:


1) Eine Weizenmaus




2) Wickelfix (innen mit Pippidichter Unterlage)




 3) Mäuseschlange (Als Nest fürs Baby oder zum Schutz im Bettchen)




 4) Laptophülle





 5) Gestrickter Schal (ich habe eeeeeendlich die Anleitung kapiert)





 6) Brettchenwebrahmen in Aktion (leider hat es mit der gleichmäßigen Spannung noch nicht geklappt; ich werde wohl auf teures Leinengarn zurückgreifen und es nochmal probieren. Waren ja nur 5 Stunden Arbeit alle Fäden aufzuziehen)

 



7) Gestrickte Filzpuschen vor und nach dem Waschen (ich lieeeebe sie! Endlich keine kalten Füße mehr)






 Ich merke schon wieder, dass zu viele Bilder den Rahmen sprengen. Ich beschränke mich auf ein paar wenige (ab jetzt :p)

Neue Frisur (1. Beim shooten, 2. Alltag)




Walpurgisnacht-Makeup (Ich glaube so sehen mich auch viele in der Realität :D)
Ich mache hierzu nochmal einen extra Eintrag...


Meine Einkäufe vom Stoffmarkt in Kerkrade

1) Kleine bunte Stoffbahnen für Kleinigkeiten (mittlerweile komme ich bestimmt auf 50 Stoffstück die man nur für Kleinigkeiten oder zum Patchworken nutzen kann)


 2) Wachsstoffe (für Kindersachen, Kulturtaschen oder andere Kleinigkeiten die robust sein sollten)


 3) Punktestoff (Daraus will ich mir ein Rockabilly/Pinup-Kleid nähen)


4) Applikationen (Die werde ich auf Röcke bügeln)


 5) Zubehör (Ich habe meine billigen Garnrollen alle weggeschmissen, weil die rumgezickt haben beim Nähen. Das neu gekaufte Garn wurde schon für gut befunden)


 6) Kleine Schnullertäschchen für zwei Mamis :)



Alles andere ist gerade nicht so wichtig oder ich habe keine schönen Fotos davon :) Diesmal also weniger Text und mehr für die Äuglein...

Danke fürs Lesen <3

Freitag, 4. April 2014

Warum hat nur immer alles ein Ende???

Der Titel kann einem Angst einflößen, aber keine Angst - das Ende hat nichts mit meinem Blog zu tun :D Der Anlass ist ein anderer: Mein Praktikum ist seit zwei Wochen vorbei und ich drück wieder die Schulbank... Doof! Aber der Reihe nach.

Fast drei Monate habe ich in einer Textil Arbeitstherapie mit psychisch erkrankten Menschen gearbeitet (natürlich unter Anleitung einer berufserfahrenen Ergotherapeuten, denn man kann die kleine Parktikantin ja nicht einfach auf die Menschheit loslassen ;)). Es war eine sehr, sehr intensive, manchmal anstrengende, aber auch wunderschöne Zeit! Ich habe sehr viel über mich, mein Handeln und meine Außenwirkung gelernt. Aber das Wichtigste dabei ist, dass ich wieder neue Bestätigung für meinen Berufswunsch erhalten habe und weiß, dass ich genau das Richtige tue!

Die anfängliche, große Unsicherheit ist im Laufe der Wochen verflogen und ich konnte mich immer mehr und besser einbringen. Die Arbeit mit den Menschen dort hat mich unheimlich bereichert! Daneben konnte ich noch ganz viel Tipps und Tricks für meine handwerklichen Hobbies mitnehmen - hier ein großes Dankeschön an meine Anleiterin, die immer wieder viel Geduld mit mir haben musste ;)

In den letzten drei Monaten habe ich also viel gestrickt, gehäkelt und genäht. Leider habe ich nicht allzu viel Fotos davon, aber zumindest ein paar wenige haben sich auf meinem Handy niedergelassen. Mit einer Patientin habe ich zusammen ein Kindergartenprojekt umgesetzt. Hierbei sollten wir einen Holzrahmen so mit Stoff bespannen, dass sich zwei Stoffstücke in der Mitte treffen und mit Druckknöpfen, Bändern, normalen Knöpfen oder Klettband zu verschließen sind. Wir hatten also nur den nackten Rahmen und ließen gemeinsam unsere Köpfe rauchen, um die Größe der beiden Stoffstücke zu berechnen und wie man sie zusammennähen muss. Von der Variante mit den Druckknöpfen habe ich noch ein Bild auf meinem Handy gefunden:



Es war so ein tolles Gefühl als der erste Rahmen fertig war! Die Patientin war happy und ich auch! Und nun hängt das gute Stück in einem Kindergarten und die Kleinen lernen damit wie man etwas auf- und zumacht! Das ist doch wohl Ergotherapie, durch und durch. Was will man mehr? :)

Ich lernte aber auch von den Patientinnen wie man kleine Häkelpüppchen nach englischer Anleitung herstellt und stellte eine kleine Prinzessin Leia her.






Ein Darth Vader ist noch im Entstehungsprozess:




Nebenher strickte ich zig Paar Socken, hier mal mein erstes Ergebis:





Und meine Schwester bekam eine gestrickte Mütze mit Rollrand aus Wolle aus der Wollfabrik/Hamburg:









Während die Zeit so vor sich hin raste, kam meine erste große Sichtstunde immer näher. Ihr fragt euch sicher was das ist :) Eine Sichtstunde ist eine Art Prüfungsprobe, also ein Training für meine praktische Prüfung am Ende der Ausbildung. Hierbei muss ich einen umfangreichen Bericht schreiben in dem ich eine Therapieeinheit genau plane und sie dann in der Sichtstunde durchführe. Der Bericht ist so um die 30 Seiten lang und bedarf vieler, vieler Stunden Arbeit.
Nach der Sichtstunde geht man mit der betreuenden Lehrerin (diese hat sich die Stunde natürlich genaustens angeschaut und ihre Beobachtungen aufgeschrieben) in die Reflexion. Man erzählt was alles so aufgefallen ist, wie man sich selbst und die Patinetin erlebt hat und was anders gelaufen ist als im Bericht beschrieben. So lange man alles begründen kann, ist man auf der sicheren Seite ;)

Nach dieser Erprobung (die ich bestanden habe), vergingen die Tage noch schneller als zuvor und ehe ich mich versah stand ein gemeinsames Abschluss-Kaffeetrinken mit den Patientinnen und meiner Anleiterin vor der Tür.
Ich überlegte mir ein kleines Dankeschön und Abschiedsgeschenk für die Damen und bastelte einen Abend vorher noch ein paar Glückskekse:







Wenn man es schafft zwanzig verschieden farbige Glückskekse zu basteln, weiß mann dass man definitiv zu viel Stoff hat (obwohl es ein "zu viel" ja eigentlich gar nicht gibt :)).

Ich bekam auch ein ganz tolles Dankeschön! Eine ganz, ganz toll geschrieben Karte und ein kleines Vergiss-mein-nicht. Ich bin bei sowas immer sehr emotional und konnte ein paar Tränchen nicht verdrücken. Ich war so gerührt! Die Worte haben mich nochmal richtig motiviert und bestärkt.






Die 1,83cm ohne NZ (Nahtzugabe) beziehen sich auf meine Größe - das war total süß, denn der Text stammt von meiner Sichtstundenpatientin und rührt aus der Projektarbeit. Wir haben uns ständig mit der NZ rumgeschlagen und überlegt wieviel man wo an NZ draufrechnen muss.

Hier das Vergiss-mein-Nicht auf meiner Wohnheimsfensterbank:





Meiner Anleiterin bestellt ich ein Paket auf ihren Namen in das Krankenhaus in dem wir arbeiteten. Sie war natürlich irritiert weil sie ja nichts bestellt hatte, freute sich aber dennoch über die kleine Überraschung.

Von ihr bekam ich eine große Tüte von dem Tee den wir jeden Tag getruunken hatten und einen kleinen Cthulhu den sie mit ihrer Stickmaschine für mich entworfen hatte :D Ich habe mich rieeeeesig gefreut, denn ich weiß wieviel Arbeit in dem digitalisieren eines Fotos steckt!

Es war alles in allem eine wirklich tolle Zeit und ich vermisse die Tage die ich dort gearbeitet habe.. In den Osterferien werde ich nochmal vorbeischaun und den Damen einen Besuch abstatten ;)

Wie es sonst so bei mir aussieht erfahrt ihr in einem neuen Eintrag - der hoffentlich dann in den nächsten Tagen/Wochen folgt und nicht in einem halben Jahr ;)

Eure Miri

Montag, 6. Januar 2014

Soooooo klein mit Hut

N'Abend meine sehr verehrten Zuschauer oder -leser,

ich muss euch enttäuschen! Auch diesmal werde ich nicht dazu kommen euch was von meinen großartigen, fabulösen, genialen und einzigartigen Sachen zu zeigen, stattdessen möchte ich ein wenig Psychohygiene betreiben und meinen heutigen Tag in Worte fassen (Da meine Familie daran interessiert ist wie mein erster Praktikumstag war und ich mich nicht immer so ausführlich darüber "auslassen" mag :)).

Wie gesagt: Praktikumstag. Es war interessant, vielseitig, spannend, neu, beängstigend, kommunikativ, kritisch und fragenaufwerfend. Das klingt erstmal nach viel und auch nach nichts - genauso fühle ich mich gerade :). Ich kann und mag hier nicht viel über die Stelle an sich schreiben, denn dazu ist diese Plattform dann doch zu öffentlich, aber ein paar Emotionen bzgl. meiner Person kann ich ja ohne Weiteres nennen!
Zumindest so viel zur Stelle an sich: Ich darf den ganzen Tag meiner Lieblingsbeschäftigung fröhnen: Der Handarbeit *Freude**Jubel*. Dabei werden ausschließlich (soweit ich das bisher überblicken konnte) die Bereiche Stricken, Häkeln und Nähen genutzt. So habe ich heute wieder das Häkeln angefangen, um die Anleitungen zu verstehen und es den Menschen mit denen ich in Zukunft arbeiten werde, näher zu bringen. Ich weiß jetzt wieder was Luftmaschen, feste Maschen, halbe Stäbchen, Stäbchen, Doppelstäbchen und Kettmaschen sind und habe angefangen eine Eule zu häkeln. Bisher besteht sie nur aus einem witzigen, schiefen Körper und einem Beinchen.

Während ich mich durch die Anleitung wuselte und um Hilfe bat, bekam ich immer direkt eine Rückmeldung zu meinem Verhalten. Hört sich komischer an als es ist, aber mir wird dadurch einiges bewusster. So bin ich nun mal ein Schnelldenker, -reder und -macher, was ein Problem in meiner Arbeit werden wird. Es wird Menschen geben die mit diesem Tempo nicht umgehen können und auf diese muss ich eingehen und mich ihnen anpassen: Lernziel dieser Woche: Beobachten, aneignen, irgendwann auch so ausüben wie meine Anleiterin.
Weiterhin erfuhr ich, dass ich zu viel auf einmal mache. Die Devise lautet: Entweder oder bzw. Eins nach dem Anderen. Nichts Neues, aber wenn man ständig mit Menschen zu tun hat die auf derselben Wellenlänge liegen, muss man sich über sowas keine Gedanken machen. Die machen das einfach mit und verstehen was man will - aber so ist eben nicht jeder Mensch (eigentlich nichts Neues, aber irgendwie doch :p)

Als zweites Projekt sollte ich eine Tempoboxhülle nähen. Hab ich schon gemacht, ich nähe schließlich seit zehn Jahren! Denkste... Jedes "Projekt" ist mit einer genauen Anleitung versehen und ich muss diese Anleitung so durchgehen und abarbeiten, wie es die Menschen mit denen ich arbeiten werde, auch tun müssen. Wenn da also steht "Die Umrisse der Schablone auf den Stoff übertragen und mit ca. 1cm Nahtzugabe ausschneiden" kann ich nicht einfach direkt die Nahtzugabe ausschneiden und mich danach richten, sondern muss den genauen Umriss aufmalen und in ungefähr 1cm Abstand entlang schneiden (Viele werden sich denken "Das ist doch normal so mach ich das auch immer", ich habe das aber noch nie so gemacht und habe mir vermutlich damit das Leben schwer gemacht. Ich verbringe nicht nur über 20 Jahre meines Lebens mit Schlafen, 10 mit Fernsehen und 15 mit Essen, sondern auch noch mindestens 5 Jahre mit sinnlosem Anzeichnen auf Stoff). Meine Anleiterin machte mich darauf aufmerksam als sie sah wie ich anzeichnete und kam auch an anderen Stellen dazu. Normalerweise würde ich an die Decke gehen wenn mir jemand sagt was ich tun soll bzw. was besser ist, obwohl ich das schon jahrelang ohne Probleme so mache wie ich es eben mache, aber ich schaffe es die Hilfe anzunehmen. Je länger ich auch drüber nachgedacht habe, desto sinnvoller wurden die Schritte auch für mich. Klar ist es hier und da etwas too much, weil man die Dinge schon aus dem FF kann, aber ich habe mehrfach gesehen und gelernt, dass es immer noch Alternativen, Erleichterungen und vor allem Schritte gibt die die spätere Arbeit viel sauberer aussehen lassen (Und ich dachte ich wäre ein Perfektionist).

Die beste Nachricht kam zur Mittagspause: Ich bekomme umsonst warmes Mittagessen in der Kantine - yeah! Dann habe ich auch das Zugticket wieder drin und muss die nächsten drei Monate nicht kochen :) Aber dafür muss ich mir irgendwas bzgl. der erhöhten Kalorienbelastung einfallen lassen: Vielleicht Lebensmittel-Abstinenz am Wochenende?! Das wird ein harter Brocken...

Wie auch immer: Ich fühle mich auf einmal ganz klein und unscheinbar, wie ein Anfänger der keine Ahnung von der großen, weiten Welt hat und das wurmt mich. Es schaffen wenige Leute mich so zu beeinflussen, aber ich bin momentan sehr dankbar dafür, denn ich glaube nur so kann ich mich weiterentwickeln und vielleicht irgendwann doch mal "meine Mitte finden". Ich freue mich auf die kommenden Monate, bin aber auch etwas ängstlich weil es mit Sicherheit eine Herausforderung wird... Ich werde berichten :D

Montag, 30. Dezember 2013

Autodidakt zu sein ist was tolles :D

Hallo ihr Lieben (und ein ganz besonderes Hallo an Herrn Gilarmor ;)), schön dass ihr mich immer noch nicht aufgegeben habt! Wird aber auch langsam mal wieder Zeit für ein "kleines" Update...

Viel ist passiert in der Zwischenzeit und über Vieles wollte ich eigentlich schreiben, aber irgendwie kam die Zeit dazwischen und nun sind die vielen Dinge schon zu alt um nochmal drüber zu schreiben. Aber es gibt ja in meinem verlotterten Leben ständig irgendwas Neues und teilweise auch halbwegs interessantes, nich?!

Das allerallerallerschönste ist: Ich bin inoffizielle Patentante - Woohooo!!!! (An dieser Stelle stellte euch ein kleines Feuerwerk vor und ein paar "Oooohhhh" und "Aaaaaahhh" Rufe von einer wilden Meute). Warum inoffiziell? Nun, die Mama des kleinen Rackers möchte das Kind nicht taufen lassen und Patenschaften sind ein Einrichtung der Kirche. Aber nichts desto trotz habe ich direkt gesagt, dass ich trotzdem Patentante werden will, jetzt trage ich also den Titel "Patentante des Herzens" - oder so... Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie hübsch und knuddelig der Bursche ist! Ich bin gnaz stolz und finde, dass die Eltern das ziemlich gut hingekriegt haben :) Am 24.12. ist der Kleine geschlüpft, ob das ein Zeichen ist?! Auf jeden Fall ist es in Bezug auf die Geschenkregelung ziemlich doof,aber ich schenke dann einfach immer mal was wenn ich gerade Lust dazu habe :) (Finde ich eh schöner als diese Bindung an die wichtigen Tage). Aprospos Geschenke: In meinem Kopf flattern schon die wildesten Ideen was ich alles so machen könnte. Auf jeden Fall möchte ich eine Krabbeldecke machen und ein Stickbild (das ist irgendwie ne Art Tradition in meiner Familie und ich mag sowas). Aber genug davon...

Was gibts denn noch? Ich durchforste gerade mal die Bildersammlung auf meinem Handy... Einen Moment bitte... Habs gleich... Vielleicht das hier?... Ne das ist Unvorteilhaft...Hmmm...Langweilig, unschön, blöder Bildausschnitt...Ah das ist gut...Moment: Wien?! Oh ich glaube das hatte ich ihm letzten Post angekündigt, habe mich zwar verschrieben und "Weinurlaub" draus gemacht, aber es sollte Wien heißen... Damit will euch eigentlich gar nicht langweilen, aber vielleicht poste ich zumindest fix ein paar Bilder? In Wien habe ich eine Klassenfahrt gemacht und nebenbei noch die Mutter des genannten Kerlchens besucht, da war sie aber noch hochschwanger :D. Egal, hier, jetzt, Bilder:










Wenn ich mir die Fotos auf meinem Handy so anschaue, könnte das doch ein sehr langer Beitrag hier werden... Ich versuche mich kurz zu fassen (haha). Ihr fragt euch sicher schon die ganze Zeit was der Titel eigentlich mit meinem Gefasel zu tun hat, oder?! Sagen wir so: Ich habe mal wieder ein neues Hobby für mich entdeckt (oder auch zwei): Das Stricken und das Brettchenweben (obwohl ich zweiteres schon seit vier Jahren mache, mir aber vor ein paar Monaten endlich einen 1 Meter hohen Brettchenwebrahmen aus Holz gezimmert habe. Leider fehlte es bisher an Geld um mir endlich die passende Wolle zu kaufen, aber das kommt schon noch). Witzig finde ich, dass Mia auch das Stricken für sich entdeckt hat und wir noch vor über einem Jahr auf einer Messe gestanden haben, die Weltmeisterin im Schnellstricken bewundert haben und gesagt haben "Stricken ist so kompliziert, ich schaff das nur mit ner Häkelnadel". Und jetzt beherschen wir es beide (und das unabhängig voneinander).
Was mich außerdem fasziniert: Wollkauf hat denselben Suchtfaktor wie Stoffkauf. Man geht nicht mehr einfach nur so an einem Wollregal oder -stand vorbei, sondern bleibt stehen, schaut, findet für jegliche Wolle irgendeine fadenscheinige Verwendung, kauft ein paar Knäul, legt es ab und vergisst es. Dummerweise kam ich auf die gloreiche Idee der Wollfabrik in Hamburg mal einen Besuch abzustatten - ich könnte immer noch heulen! Es war soooooooo schön da und ich will mehr, mehr, mehr!!!!! So muss es sich anfühlen wenn man süchtig ist...
Gelernt habe ich das Stricken (nach etlichen Versuchen meiner Mutter mir alles beizubringen), bzw. die ersten Schritte, mit meiner Wohnheimnachbarin. Letztes Jahr bekam ich zum Geburtstag von meinen Mitbewohnern einen Gutschein für einen Strickkurs ;). Dank ihrer Tricks die Finger richtig einzusetzen, habe ich für mich eine Möglichkeit gefunden den doofen Faden ohne Haken durch die Masche ziehen zu können. Danach folgte der erste Schal (der viel zu kurz ist weil ich zu wenig Wolle gekauft habe und nun in der Ecke vergammelt), dann im Unterricht ein zweiter (auch zu kurz weil die Anleitung doof war und und ein anderes Muster gestrickt habe und ich irgendwie nicht dran gedacht habe, dass bei Patent der Wollverbrauch imens ist), ein dritter Schal (der wieder aufgeribbelt wurde weil mir das Muster nicht gefiel, aber ich weiß jetzt wie ein Zopfmuster funktioniert), eine Stulpe mit Zopfmuster (die wieder aufgeribbelt wurde, weil ich falschrum gestrickt habe und das abgestrickte Ende zu eng war um es vernünftig über den Daumen ziehen zu können), eine Beaniemütze (die tatsächlich fertig ist und für gut befunden wurde) und nun sitze ich an einem paar Stulpen für mich und einer Mütze mit Rollsaum für meine Schwester. Danach soll ein Pulli folgen (aaaaaaahhhhhhhhh). Hier mal ein paar Beweisfotos in chronologischer Reihenfolge:

 2. Schal im Patentmuster (zu kurz, muss Wolle nachkaufen):



3. Schal mit Zopf (aufgeribbelt)


 1. Stulpe mit Zopfmuster (besch***** zu stricken, aufgeribbelt weil falschrum gestrickt, auf dem Bild habe ich die Stulpe richtig an, aber das Ende am Arm sollte eigentlich auf den Fingern sitzen)


 Die stulpen habe ich gerade angefangen, die werden für mich :) (mit Ajourmuster)



 Die Beaniemütze in offenem, noch nicht vernähten Zustand:


Vernäht, von oben (ach echt?):


Getragen von professionellem Model (haha) - Nein das ist kein Ombre-Hair, das ist das Licht:


Tolles Strickbuch, wurde runtergesetzt auf 6,99€ - finde dass es sich lohnt wenn man noch Anfänger ist


Der Teufel kommt in Form eines Wollgeschäfts in der Hamburger Wollfabrik (heul):



Meine kleine Ausbeute (neben einigen Zubehörsachen):


Warum war ich eigentlich in Hamburg? Aus mehreren Gründen, einerseits habe ich die Uniklinik "besucht" (musste mich gesundheitlich abchecken lassen und werde nochmal hinfahren :(    ) Und natürlich weil Weihnachten vor der Tür stand! So habe ich zwei Wochen mit meinen Liebsten verbracht, viel gegessen, viel Musik gehört, ein wenig eingekauft, ein wenig gegenseitig genervt und trotzdem schöne Tage verlebt... Für euch mal wieder ein paar Bilder:


In Hamburg noch einen Stoffladen besucht (Frau Tulpe - sehr empfehlenswert, aber teuer):


Wie jedesmal wenn ich in Hamburg bin: Die Speicherstadt <3


Weihnachtsfrisur


Ein Gläschen Champagner vor der Bescherung


Deko


So viele Geschenke und so ein schöner Baum ;)


Ein wunderschöner Abschluss auf der Reperbahn im Schmidt's Tivoli "Die Wintergala" - saukomisch!!! Und vorher noch im Freudenhaus einen Freudenhausteller "Olivia Jones" verspeist


Eigentlich würde ich euch gern noch ein paar meiner genähten Sachen zeigen, aber so langsam wird es voll hier und ich weiß nicht ob es überhuapt jemand bis hierher ausgehalten hat :) Also vielleicht beim nächsten Mal!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!! Bleibt oder werdet gesund, liebt euren Nächsten, bleibt gesetzestreu und so weiter :D