Mittwoch, 31. Oktober 2012

Ich bin und bleibe Optimist!

Lang, lang ists her seit ich etwas geschrieben habe und so einige scharren schon in den Hufen wann es denn endlich mal wieder was Neues von mir zu hören, pardon, lesen gibt ;)

Da ich heute endlich mein lang ersehntes High-Speed Internet bekommen habe und nicht mehr auf die gefühlten 56k meines ehemaligen Vermieters angewiesen bin ist das doch der beste Anlass euch mal auf den neusten Stand zu bringen...

Wo fang ich denn nun an?!
Vielleicht mit der never-ending-Bafög Geschichte? Mir wurde ja schon ans Herz gelegt doch ein Buch zu schreiben, vor allem dank dieser lebensbereichernden Erfahrung mit dem Beamten der diese berufsbezeichnung auch tatsächlich mal verdient hat :)

Ich weiß nicht ob es so angebracht ist hier die ganze Geschichte darzulegen, aber ich möchte zumindest ein paar Zitate teilen:
"Sie liegen auf dem Haufen der schwierigen Fälle" (Wer liegt da nicht gerne?!)
"Wenn jeder hier anruft und nach seiner Förderung fragt komm ich ja auch zu nichts" (Hmmm es war noch nie besetzt als ich versucht habe anzurufen)
"Das sind ja ganz schön viele Unterlagen. Ich habe am Donnerstag angefangen und es dann wieder zur Seite gelegt" (Hach das würde ich auch gern mal auf der Arbeit tun)
"Ich habe keine Lust jeden Tag aufgrund ihres Krankengeld-Erhalts zu prüfen." (zumindest ehrlich!)
"Nachdem ich die Nummer jetzt schon dreimal im Display gesehen habe, dachte ich es wäre was Dringendes, da geh ich doch mal ran"
"Sie liegen auf dem Haufen "Das muss ich noch in den nächsten 1,5 Wochen erledigen bevor ich die Stelle wechsel""
"Ich habe mich jetzt eingeschlossen um die Fälle durchzugehen"

Ihr könnt euch vorstellen wieviel Blut und Wasser ich geschwitzt habe. Ich habe mich nicht einmal getraut in irgend einer Art und Weise meine Meinung kundzutun, denn den Ärger eines Beamten von dem man etwas möchte wollte ich nicht auf mich laden...
Aber am Ende wird alles gut - nachdem ich hartnäckig weiterangerufen habe (nicht einer der Termine seitens des Herrn wurden eingehalten, ich habe immer wieder hintertelefoniert) wurde mein Antrag schließlich genehmigt. Ihr könnt euch vorstellen wie glücklich ich gewesen bin!!!

Während ich die letzten Tage gearbeitet habe, habe ich nebenher schon mal mein neues Leben geplant. Dazu gehörten Dinge wie Schlüssel fürs Wohnheim besorgen, Internet und Telefon anmelden, Sprinter für den Umzug mieten, Bett kaufen, Klamotten aussortieren und Kleinigkeiten für das Wohlfühlklima besorgen.

Einen Sprinter hatte ich über eine Seite aus dem Internet ausgesucht, die automatisch die günstigste Möglichkeit ausspuckt. Avis war der Gewinner und so habe ich schnell zugeschlagen: Ein WE 99,-EUR inkl. 150km. Das war schon nicht schlecht. Leider rief man mich zwei Tag vor dem geplanten Umzug an um mir mitzuteilen, dass die Station in Mönchengladbach ihre Öffnungszeiten geändert hat und Samstags geschlossen sei, aber ich könnte den Wagen auch schon morgen (Freitag) abholen - Eigentlich cool "Bis wann sind Sie denn da, ich arbeite bis 16h" "Bis um zwei" - Öhm super! Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass der Wagen in Krefeld am vereinbarten Samstag abgeholt werden kann. Als ich ihn abholte musste ich als Entschädigung nur 86,- EUR bezahlen. Die Kilometer wurden mir dann im Nachhinein für die Mehrfahrt erlassen. Schnäppchen :)

Dann gab es in Sachen Hochbett auch noch ein Happy End :) Ganz spontan überkam es mich nochmal und ich schaute in den ebay-Kleinanzeigen nach einem gebrauchten Tromsö. Was fand ich?! Eben dieses Bett und sogar in weiß! Ein Jahr gebraucht, Bilder waren vielversprechend - Preis 80,-EUR VB. Mmmhhh teuer... Ich also eine email geschrieben "Für 50,- EUR nehme ich es." Antwort "Für 60,- EUR können Sie es haben" "Machen wir 55,- EUR draus? :)" "Okay" YES!!!! Gekauft!!!

Am gleichen Tag war ich noch im Wohnheim um meine Schlüssel zu holen. Als ich so in dem Zimmer stand dachte ich nur "Verdammt ist das klein und verdammt ist die Decke niedrig". Irgendwie war das Zimmer beim letzten Mal größer und höher... Aber Miri wär nicht Miri wenn sie das nicht erstmal mit einem inneren Lächeln abtun würde. Abends bin ich dann nach Düsseldorf gefahren um das Bett zu holen. Erfahrungen im Abbau hatte ich ja nun schon genügend und ich versetzte auch die Verkäufer in Staunen als ich Ihnen mehrmals bestätigte dass das Bett in mein kleines Auto passen würde ;) Als ich das Bett sah dachte ich nur "Verdammt ist das hoch". Joar lustig, ne?! Egal... Wird schon! Zur Not muss mein Bruder mit der Säge ran. Also alles ins Auto geladen und zu meiner Freundin nach MG gefahren um es in den schon vollgestellten (alles meine Sachen wohlgemerkt) zu stellen. Ich fand ein Plätzchen und blieb meinem Motto treu "Pack it like Tetris".

Über das gleiche Anzeigentool fand ich auch eine gebrauchte Nespresso-Maschine. Zwei Jahre alt, sehr gepflegt für 75,- EUR (neu: 399,-EUR). Hingefahren - eine Asiatin öffnete die Tür und machte mir prompt einen Espresso um mir das Höllengerät zu demonstrieren. Goil! Schon verliebt! Klein, praktisch, stylisch und lecker (also die Maschine nicht die Asiatin ;)). Eingepackt und nach MG gedüst. Auf der Autobahn in einen Unfall reingeraten, Polizei angerufen, Frau beruhigt, weitergefahren, Britta gekauft (meine neue Mitbewohnerin und Entkalkerin für den Wasserkocher und die Nespressomaschine) und obendrauf noch eine Waage (will ja noch weiter abnehmen ;)). Dann arm und glücklich nach Hause...

Zwischendurch war ich noch beim Optiker weil ich das Gefühl hatte oft verschwommen zu sehen und mir nicht sicher war ob das am Joggen liegt (Wind in den Augen und nur dabei ist es mir aufgefallen weil ich das Ende des Weges nicht klar sehen konnte) oder ob meine Augen einfach schlechter geworden sind. Endergebnis waren ein langes Gespräch über böse Banker, verlorene Millionen, gemeine Mitmenschen, Glasbausteine (starke Brillengläser) und eine Kurzsichtigkeit von -1 und -0,75. Die Folge waren weitere, viele Euronen die aber nach einem kurzen Gespräch meine Großeltern übernahmen (DANKE!!!). Jetzt bin ich um eine stylische, drei-Platten-Brille und einen HD-Effekt reicher (wie gut dass ich schon seit 5 Jahren unbedingt eine Brille haben will weil ich der Meinung bin dass sie mir stehen :))

So nun lass ich den Griffel fürs erste fallen, ich bin müde und außerdem will euch nicht mit noch längeren Texten langweilen.

Wenn ihr wissen wollt wie mein letzter Arbeitstag war, wie die Hochbett-Geschichte ausging, was mein Kaffee-maschinchen macht, wie sich der Umzug gestaltet und warum ich auch jetzt noch nach dem "Pack it like Tetris"-Prinzip lebe, schaltet auch das nächste Mal wieder ein wenn es heißt "Ich bin und bleibe Optimist" :)

Gn8

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Stoff, ich brauch Stoff!

Heute war es mal wieder soweit: Stoffmarkt in Kerkrade!
Nach 3 Jahren war ich endlich mal wieder dort und konnte schöne Stöffchen begrabbeln, bestaunen, besabbern und ein paar auch kaufen.

Das Schönste aber war die Tatsache, dass ich nicht alleine aufgebrochen bin, sondern mein Papa und meine Schwester mich besucht und dorthin begleitet haben. (Meine Papa ist echt verrückt - er ist von Dortmund nach Dillenburg gefahren um meine Schwester abzuholen, von dort zu mir nach Mönchengladbach um mich einzusammeln, dann nach Kerkrade zum Stoffmarkt, danach nach Aachen zum Kaffee trinken um anschließend erst mich abzusetzen, dann meine Schwester wieder nach Hause zu bringen und zu guter Letzt wieder nach Hause zu fahren)

So konnten die beiden auch mal meine momentanen Lebensumstände kennenlernen und schaun wo und wie ich so wohne...

Da mich durch ein Nähforum die Patchwork- und Quiltlust wieder gepackt hat, standen auf meiner Liste 10x 1,5m Stoffe in den Farben grün, rosa, rot und grau. Daraus wird eine schöne Decke im Garden Fence Stil :) Eine Vorlage habe ich im Internet in einem anderen Blog gefunden >>klick mich<<

Meine Schwester hatte eine ihrer Burdas eingepackt und wollte ein Kleid aus Wollkrepp nähen.

Eigentlich standen auf meiner List auch noch ein roter, alt angehauchter Stoff für zwei Bilderrahmen auf die ich einen Scherenschnitt aus schwarzem Stoff anbringen wollte, aber da ich da bestimmte Vorstellungen von habe wie der aussehen soll, wurde dieser Punkt schon gedanklich gestrichen...

Auf dem Markt angekommen wurde auch schon der zweite Stand genauestens begutachtet. Hier gab es bereits vorgeschnittene Patchworkstoffe nach Farben sortiert. Wir mussten uns echt durchkämpfen, hatten aber schnell ein paar Stöffchen ergattert.

Ein Kurzwarenstand wurde auch angepeilt und dort fanden Nähmaschinennadeln den Weg in die Tasche meiner Schwester.

Bevor wir weiterschauten, stärkten wir uns erstmal mal Frikandeln und Pommes :) (Diät für einen Tag mal bei Seite geschoben).

Nachdem wir den Preis von 39,-€ für einen Meter Wollkrepp genannt bekommen hatten, verabschiedeten wir uns geistig von diesem Stöffchen und suchten stattdessen nach einem halbwegs standfesten, dunkelroten Baumwoll/Poly Stoff. Gar nicht so einfach! Entweder war es die falsche Farbe oder er war zu elastisch. Nach einer Weile wurden wir an einem einzigen Stand fündig. Der dort aufgerollte Rest von 2,20m sollte insgesamt 30€ kosten. Da es aber noch nicht der "Oh-mein-Gott-dafür-würde-ich-morden"-Stoff war, war es der jungen Dame zu teuer und wir waren nicht bereit alles zu kaufen obwohl wir nur 1,70m brauchten. Das wollte der Händler aber nicht und er ließ auch nicht mit sich reden. Also gab es keinen Stoff, sondern eine traurige und enttäuschte kleine Schwester...

Auf dem Rückweg kamen wir nochmal an dem Patchworkstand vorbei und es fanden noch 7 weitere Päckchen den Weg in meine Tasche (Papa du bist der Beste!). Hier also die Ausbeute:





Den weißen Stoff für die einzelnen Blöcke, sowie die Fleecedecken für die Rückseite werde ich mir beim Schweden kaufen, wenn ich mir auch meine Möbel holen fahre... Billiger werde ich es nirgendwo kriegen.

Ein Volumenflies für das Innenleben habe ich mir schon Anfang des Jahres aus Hamburg mitgebracht, das liegt verschnürt und verpackt hier rum und wartet auf seine Verarbeitung (ich hoffe jetzt einfach mal das das Bündel ausreicht).

Meine Schwester ergatterte noch Futterstoff für das Kleid und so ging es mit ein paar Kleinigkeiten in ein Cafe in Aachen wo wir bei Chai Latte, Kirschweizen und Kakao Geschichten über alte Zeiten, die Gegenwart und anderes Gedankengut austauschten. Es ist schön so ungezwungen, gemütlich und offen miteinander zu plauschen. Diese Gelegenheit habe ich leider viel zu selten mit meinem Papa...

Später fuhren wir noch kurz zu mir, ich gab meiner Schwester noch Stoff zum basteln mit und dann waren die Beiden auch schon wieder weg :(. Ich hoffe wir wiederholen sowas mal!

Schön, dass es euch gibt!

Sonntag, 23. September 2012

Bettgeschichten, Wanddeko und andere Alltagsschwierigkeiten

Da ist das Wochenende schon wieder so gut wie vorbei... Immer wieder schade!
Aber so ein Sonntag ist doch sehr praktisch - man hat endlich mal Zeit.

Dann will ich euch mal auf dem Laufenden halten:

Das Hochbett hat seinen finalen Standpunkt erreicht: Schrottplatz - Dort wird es vielleicht in kleine Teile zerteilt und landet als Straßenlaterne an irgendeiner Straße. Vielleicht wird es aber auch zu einem Klettergerüst auf einem Spielplatz? Wir werden es nie erfahren ;)
Aber wie kam es dazu?!

Nachdem ich Schmirgelpapier, Lack, Pinsel und einen Lackroller mit Wanne gekauft hatte, ging es total motiviert ans Werk.
Zum Schleifen riss ich das Schmirgelpapier in Streifen und bearbeitete damit erstmal die einfachen Teile.
Als das erste schwierige Teil drankam, verlor ich schon extrem an Lust überhaupt weiterzumachen (außerdem sah ich aus wie ein Schwein)



So nahm ich mir die kleinen Streben und versuchte die Farbe aufzutragen. Mit dem Schaumstoffroller sah die erste Schicht ziemlich dürftig aus... Von deckendem Anstrich konnte nicht wirklich die Rede sein und an manchen Stellen war die Farbe durch die Beschaffenheit des Lackrollers fleckig. Extrem ätzend. Nachdem dann die vierte Schicht endlich zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führte, legte ich die Sachen erstmal zur Seite und widmete mich anderen Dingen.



Da aber die vermieterfreie zeit nur begrenzt war, war auch die Pause entsprechend kurz.
Am nächsten Tag fing ich an die Leiter zu lackieren. Nebenher hatte ich auf der Wiese eine der gekauften Malerfolien ausgebreitet und mit Steinen beschwert. Dort verteilte ich die Rundstangen und die langen Streben und malte jeweils die oben liegende Seite an.

Da die Leiter auch nach vier Schichten nicht wirklich toll aussah und sich beim Umdrehen herausstellte, dass sich trotz meiner Bemühungen Nasen gebildet hatten, hielt ich eine Krisensitzung mit mir selber ab. Es sah alles scheiße aus, die Farbe war leer und nicht mal die Hälfte aller Teile war fertig angemalt...
Wer kann einem in so einer Situation am besten helfen und steht mit Rat und Tat zur Seite? Die Mama!
Die bestätigte mich auch in dem Glaube, dass das alles großer Mist sei und ich das Ding mitsamt seinen negativen Energien doch entsorgen solle.

Ich rief einen Schrotthändler in der Nähe an und vereinbarte die Abholung für Freitag 16.30h.
Als ich an dem besagten Tag nach Hause kam räumte ich die halb lackierten Einzelteile schon mal in den Flur.
Als um viertel vor fünf immer noch keiner da war rief ich nochmal bei dem guten Menschen an. Ich hatte seine Frau am Apparat und erklärte ihr alles - im Hintergrund hörte ich ihren Mann sagen "Mist. Das hab ich total vergessen. Sag ihr ich ruf in 10 Minuten zurück." Das teilte mir die gute Frau dann auch mit...

Nach zehn Minuten kam dann auch besagter Anruf mit der Aussage, dass der Kollege den Termin versehentlich für Montag statt für Freitag aufgeschrieben hätte - ja ne is klar! Boah war ich sauer! Das Ding sollte weg und zwar noch dieses Wochenende!!! Ich quetschte das Teil in mein Auto und fuhr kurzerhand zur nächsten Schrotthalde. Dort durfte ich meiner Wut freien Ausdruck verleihen und das doofe, blöde, miese und dumme Bett auf den großen Haufen schmeißen :) Kapiel abgeschlossen!

Wanddeko

Wenn mit der Ausbildung nun alles klappt und ich Ende Oktober umziehe, möchte ich aus meinen 15qm Wohnfläche natürlich das Beste rausholen ;) So sollen auch die Wände irgendwie "gestaltet" werden.

Ich habe mich für eine Art Mosaik aus Schallplatten entschieden. Ein Bild dazu habe ich vor einigen Wochen in einer Zeitschrift gefunden - es hat mich total fasziniert...
Da ich am Wochenende in Aachen unterwegs war, habe ich dort auch mal direkt einen Schallplattenladen besucht. Ich brauche zwei einfache Hüllen und sechs aufklappbare. Am liebsten in den Farben schwarz, weiß und rot, denn so werden auch die Möbel später aussehen.

Entschieden habe ich mich für ein Platte der Ärzte, eine von Madonna (die ich aufschneiden werde um die Vorder- und Rückseite nutzen zu können, eine zerkratzte Bob Marley und eine zerkratzte AC/DC Platte.






Jetzt fehlen mir noch vier schicke ausklappbare LPs. Ich schau mal was ich noch so in diversen Läden auftun kann und berichte euch wie es weitergeht - ist auch schwer das nur in Worten zu beschreiben...

Resident Evil - Retribution

Mit meiner Freundin war ich Samstag Abend im Kino und habe besagten Film geschaut.
Ich glaube das war das allererste Mal, dass ich nichts zu essen oder zu trinken gekauft habe. Aber es ist besser für den Geldbeutel und für die Figur ;)

Aber nun zum Film:
Ich bin etwas zwiegespalten was eine abschließende Meinung angeht.
Ehrlich gesagt habe ich wesentlich mehr erwartet. Die Story ist extrem flach und letztlich auch nur nebensächlich. Eigentlich ist nur wichtig, dass Alice befreit werden muss um die Menschheit zu retten.

Was aber sehr cool war, waren die Effekte, der rückwärts abgespielte Anfang und ein paar (aber sehr wenige) Überraschungsmomente.

Ins Kino muss man für den Film nicht unbedingt. Mir hätte es auch gereicht ihn irgendwann auf DVD auf dem heimeligen Fernseher zu sehen...

Donnerstag, 13. September 2012

Nee was gehts uns gut!


Ich suche seit längerer Zeit in gewissen Börsen nach einem weißen Tromsö-Hochbett von dem schwedischen Möbelhersteller.
Da ich in naher Zukunft mein Leben auf 15qm fristen werde, muss ich schaun wie ich das geringe Platzangebot optimal ausnutzen kann - daher also ein Hochbett (erinnert mich irgendwie an meine Kindheit).

Jeden Morgen habe ich also meine Kleinanzeigen-app angeschmissen und in Mönchengladbach und näherer Umgebung nach dem genannten Bett gesucht.
Irgendwann stieß ich auf folgende Anzeige:

"Tausche Ikea Hochbett gegen Kaffee ;o)"

Die Dame wollte 5 Pakete roten Kaffee aus dem Discounter - ist ja wie im Mittelalter; Tauschhandel ;)
Möglichst nett und witzig habe ich die Tauschpartnerin angeschrieben und ihr von meiner Situation erzählt.
Ein paar Tage später bekam ich eine Antwort mit dem Inhalt "Bingo - du hast das Bett"

Stellte sich also nur noch die Frage nach dem richtigen Transportfuhrwerk. Mein kleiner Ibiza würde wohl kaum dafür ausreichen. Ich schrieb einen Bekannten an der einen 9-Sitzer sein Eigen nennt. Er wollte sich melden...
Nachdem ich nach fast einer Woche immer noch nichts gehört hatte und die arme Frau nicht auf dem Bett sitzen lassen wollte (sie schrieb noch extra in die Anzeige "an zuverlässige Leute" *schluck*), fragte ich sie ob ich mit einer Freundin zum Abbauen vorbeikommen könnte. Vor Ort wollte ich mir ein Bild von der tatsächlichen Größe des schmucken Teils machen. Im Internet hatte ich recherchiert, dass sogar jemand das Teil in seinen Corsa bekommen hatte ;)

Meine Freundin, die zum Glück kurzfristig Zeit hatte, hatte einen umfangreichen Werkzeugkoffer den sie mitbrachte. Allerdings brauchten wir noch die ominösen Imbusschlüssel, die man für jedes Möbel des schwedischen Anbieters braucht. Da ich leider keinerlei Werkzeug besitze (an alles Familienmitgliederdie das lesen: Bald hab ich Geburtstag und bald ist Weihnachten ;) ich wünsche mir einen Werkzeugkoffer mit Basisausstattung - Schraubenzieher oder Ratschenset, Hammer, Imbusschlüssel und son Zeug :D), musste ich eine andere Lösung finden...
Da mein Vermieter ein kleiner Messie ist und so ziemlich alles sammelt und überall irgendwas rumfliegt, musste ich nicht lange suchen - ich weiß, leicht kriminell weil ich ihn nicht gefragt habe, aber es war eine Notsituation! ;)

Bepackt mit Werkzeug und guter Laune ging es also zu der Kaffetante. Den Kaffee hatte ich schon vorher besorgt - Ein Bett für 18,-€ - yes ;)

Es erwartete uns sozialer Wohnungsbau, gut heißt ja nichts. Aber auch hinter der Wohnungstür wurde es nicht besser. Der Geruch war nicht so prickelnd, von Ordnung war nicht viel zu sehen und die Frau die uns begrüßte sah fertig aus.
Im kleinsten Zimmer stand ein recht siffiges Klappbett und das silberne Hochbett (ja ich wollte eigentlich ein weißes, aber bei dem günstigen Preis war es mir dann doch egal). Halb abgebaut, ein paar Schrauben lagen schon in einem Töpfchen. Das Bett war ziemlich zerkratzt, die Schrauben durchgedreht... Als die Frau uns allein gelassen hatte, habe ich echt überlegt das Teil da stehen zu lassen. Aber ein paar Schrauben später stellte ich mir das Bett mit neuem Anstrich vor.
Der Abbau war aber trotzdem recht bähig! Überall Staub, Dreck, Haare und irgendwelche unkenntlichen Überreste... Wir trauten uns nachdem Abbau nicht mehr mit den Händen im Gesicht rumzugrabschen.

Ich schnappte mir die längste Stange und brachte sie zum Auto. Nachdem ich alle Sitze umgeklappt und den Kofferrauminhalt verteilt hatte, verfrachtete ich die Stange im Auto. Das sah schon mal gut aus...
Mit ein wenig tetrischem Denken und Ausprobieren lag ein Hochbett in meinem kleinen Ibiza :D :D :D

Jetzt erklärt sich auch der Titel:
In solchen Situationen merkt man wie gut es einem selber geht und was man bisher aus seinem Leben gemacht hat...

Da ich ja nun alle Teile schleifen und anmalen muss, ist das Ding noch im Auto und fährst jetzt jeden Tag mit mir durch Mönchengladbach :) Zur Arbeit, zum Einkaufen, nach Hause...




Hat doch was :)
Sonntag werden also mein kriminellen Energien freigelegt und ich streiche im Garten unerlaubt mein neues Hochbett :D

Neue Schrauben werd ich mir dann auch noch besorgen...

Sonntag, 9. September 2012

Sweet Home Dortmund

Wie die Überschrift vermuten lässt, war ich an diesem Wochenende in Dortmund - meiner Heimatstadt.

Vor 10 Jahren habe ich Lichtendorf verlassen um mein Glück woanders zu versuchen.
Der Großteil meiner Familie ist nach wie vor dort, bzw. in der näheren Umgebung...

Es ist jedes Mal eine Art Zeitreise wenn ich dorthin fahre. Meine Grundschule, alteingesessene Geschäfte, Familie, Freunde und andere Orte die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Die erste Anlaufstelle ist ein jedes Mal die Singlewohnung meines Bruders. Auch wenn ich - wie jedes Mal - erst ein paar Tage vorher anrufe und meinen spontanen Besuch ankündige, kann ich dort schlafen. Selbst in der schwierigen Zeit der Trennung konnte ich immer zu ihm kommen - ich habe sogar den Zweitschlüssel bekommen. Sowas ist einfach ein Geschenk! Ich bin wirklich froh so tolle Geschwister zu haben und egal wie alt wir sind, wir sind immer noch wie kleine Kinder untereinander :) Danke, dass ihr für mich da seid!!!

So jetzt aber zurück zum Thema:
Nachdem ich mich bei meinem Bruder eingenistet hatte, haben wir es uns gemütlich gemacht mit einer Schüssel Salat, ein paar Süßigkeiten und Kissen im Rücken. 
Wir hatten uns den Film "Der Plan" rausgesucht. Ein toller Streifen mit Matt Damon der einen angehenden Senator spielt. Er trifft auf eine Frau die ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf geht und seine Bestimmung zu sein scheint. Leider sieht der Plan der für sein Leben vorgesehen war anders aus - er hätte diese Frau nicht treffen dürfen... Letztlich geht es um die Frage der Bestimmung, des Zufalls und des freien Willen. Was wird von oben gelenkt und was darf sich frei entfalten. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!

Am Samstag war ich mit meinem Bruder in Dortmund. Ich habe seit fast einem Jahr einen Tattoo-Gutschein der darauf wartet vor Verfall noch eingelöst zu werden.
Seit etwa derselben Zeit beschäftigte ich mich mit dem richtigen Motiv, der richtigen Stelle und der Frage ob das wirklich sein muss...
Mein Plan war bisher, dass einer meiner Arme mit Rockabilly-Motiven geschmückt sein sollte. Da ich aber erstmal wissen will wie es sich überhaupt mit diesem Körperschmuck lebt und ob ich es nach drei Jahren immer noch toll finde, habe ich mir ein kleines Motiv als Anfängerstück ausgesucht. Im gleichen Zug hatte ich mir überlegt, das Bildchen auf meinen Fußrücken stechen zu lassen, da ich hier noch zur Not Strümpfe tragen kann ;)

Ich wollte natürlich etwas, dass zu mir passt, einen Teil von mir präsentiert und zeitlos ist.
Es sollte eine Nähmaschine werden ;) Zugegeben - es hört sich erstmal komisch an... Inspiriert hat mich dieses Bild


Der Tattoowierer nahm mir allerdings schnell die Illusion - das Motiv ist zu detailreich und zu groß für die Stelle... Also entschied ich mich für eine Schere, zwei Garnrollen, ein paar Knöpfe und eine Nadel. Das stellt auch mein Hobby dar und ist luftig genug für den Fußrücken.

Der Termin ist am 29.10. - ich bin gespannt ob ich bis dahin nicht doch die Flinte ins Korn werfe und es einfach sein lasse. Ich schwanke auch jetzt gerade immer noch und frage mich ob es wirklich das richtig Motiv ist und ob ich das mein ganzes Leben lang tragen will...

Nach dem Tattoowierbesuch zog es mich zu meiner Freundin nach Schwerte. Hier hatte sich vor drei Wochen die kleine Isabella eingenistet und ich wollte die Kleine mal ansehen :) Vor einigen Wochen hatte ich schon angefangen ein Startgeschenk für die neue Erdenbürgerin zu sticken. 

Das Motiv und der Name waren schon vor der Geburt fertig. Es fehlten nur noch Datum, Uhrzeit, Gewicht und Größe des/am Geburtstag. Ich ließ mir alle Daten vom frischgebackenen Vater schicken und machte mich an die Arbeit um das Bild fertig zu bekommen.
Mittwoch machte ich den letzten Stich und Donnerstag 10 Minuten vor Ladenschluss besorgte ich im Schnellverfahren noch einen passenden Bilderrahmen.

Als das gute Stück eingespannt war, machte es einen schiefen Eindruck entlang des Namensschriftzug. Auch mehrmaliges Ziehen und Verschieben konnte nichts bewirken... Als ich mit dem Finger die Buchstaben nachging, fiel mir vor Schreck fast der Rahmen aus der Hand! Ich hatte tatsächlich vier Buchstaben eine Reihe höher gestickt als die anderen. So ein Scheiß!!! Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen - der Perfektionist verlangte Nachbearbeitung... 

In stundenlanger Friemel- und Flucharbeit habe ich die Buchstaben aufgepopelt und neu gestickt. Ich kam zwar spät, aber glücklich ins Bett. 



Die Beiden haben sich sehr gefreut - ich mich auch :) 
Die Kleine ist total süß und ganz lieb. Habe sie die ganze Zeit durch die Gegend getragen und mir gewünscht ich wär auch schon ne Mama :D

Danach gabs noch lecker Würstchen und ne Partie Tischfußball.

Später habe ich meinen Bruder eingesammelt und noch meine Tante und meinen Onkel in Kamen besucht und sie auf den neusten Stand gebracht. 

Heute war ich noch bei sämtlichen Großeltern und habe das Erzähltape nochmal von vorn abgespult.

Freu mich schon aufs nächste Mal ;)

Montag, 27. August 2012

Lauf, Miri, lauf!

Alles begann mit einem Paar geschenkter Laufschuhe - dem Erbe meiner letzten Beziehung...

Die Schuhe zogen mit in meine neue Behausung und erhielten einen Ehrenplatz unter einem großen Haufen normaler Straßenschuhe ;)
Sprich: Tief versenkt und aus dem Blickfeld verschwunden...

Nachdem ich nun die zweite Runde Weigth Watcher eingeläutet habe (zum heutigen Tag habe ich schon 7,5 kg abgenommen -woohoo!!!!), kam mir der Gedanke mal wieder kontinuierlich Sport treiben zu wollen.
Was kostet nichts, wofür brauche ich nichts und was kann ich direkt vor der Haustür machen?! Richtig: Joggen!

Ich googelte mich durch die Weltgeschichte und stieß auf einen Laufplan für Einsteiger.
Bisher waren meine Joggingambitionen nämlich direkt nach dem ersten Laufen gestorben, da ich schon alleine bei dem Gedanken die Strecke nochmal laufen zu müssen keinen Bock mehr hatte! Außerdem war das anstrengend und ich hatte das Gefühl alle 2 Minuten eine Sauerstoffmaske zu brauchen. 

Diesmal sollte alles anders werden! 
Der Laufplan ist recht einfach aufgebaut und versprach irgendwie Erfolg:

1. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 16 Minuten – jeweils 2 Minuten Laufen und Gehen im Wechsel
2. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3x 15 – jeweils 3 Minuten Laufen und 2 Minuten Gehen im Wechsel
3. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 16 Minuten – jeweils 3 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen im Wechsel
4. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 20 Minuten – jeweils 3 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen im Wechsel
5. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 20 Minuten – jeweils 4 Minuten Laufen und 1 Minute gehen im Wechsel
6. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 24 – jeweils 5 Minuten Laufen und 1 Minute gehen im Wechsel
7. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 24 – jeweils 7 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen im Wechsel
8. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 27 Minuten – jeweils 8 Minuten Laufen und eine Minute im Wechsel
9. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 30 Minuten – jeweils 14 Minuten Laufen und dazwischen 2 Minuten Gehen
10. Woche Einsteiger-Trainingsplan
Pensum: 3 x 30 Minuten – jeweils 30 Minuten lockerer Dauerlauf ohne Pause

Nach dem Ägyptenurlaub wusste ich, dass ich was an meiner Figur tun wollte!
Ich schnallte also eine Uhr um, zog mir einigermaßen taugliche Sportklamotten und die Laufschuhe an und joggte los.
Die 2 Minuten waren zu schaffen und allein die Kontrolle der Zeiten (wann sind die 2 Minuten rum, wann die 1e) lenkte von der Tatsache ab, dass ich mich anstrengte oder darüber nachdachte wie lang die Strecke noch sein würde.
Ich joggte teilweise vor der Arbeit was zu einem gewaltigen Hochgefühl führte - wer hatte um diese Uhrzeit schon was für sich getan? Außerdem war ich fit und motiviert.
Nachdem ich aber merkte, dass mir der Schlaf fehlte und ich doch lieber wieder länger schlafen wollte, lief ich nach der Arbeit.
Das hat sich bisher nicht geändert. Es ist einfach angenehmer den Stress wegzulaufen und sich danach noch gemütlich hinzusetzen, als sich morgens abrackern zu müssen um pünktlich auf der Arbeit zu sein.
Alle 2 Tage ging es also vor die Tür und ich freute mich jedes Mal darauf!
Es gab bisher nur 2 Male an denen ich wirklich fertig war und das lag einmal an 33°C und beim anderen Mal bin ich einfach zu schnell gelaufen.
Heute bin ich zum ersten mal die 5 Minuten gelaufen und ich war stolz wie Oskar als die 24 Minuten geschafft waren!!! Der Körper gewöhnt sich schnell dran und ich merke, dass ich die Strecken laufen kann ohne außer Atem zu sein und ohne Seitenstiche zu bekommen. 
Einziges Problem sehe ich nun in den Laufschuhen. Mir tut ab und zu mal die Hüfte weh. Die Aldischuhe sind vermutlich einfach nicht gut genug abgefedert. Man muss ja auch bedenken, dass bei jedem Schritt das 2 bis 3fache Körpergewicht auf den Gelenken lagert. Da mir momentan das Geld fehlt werde ich es noch bis zum 15.09. aushalten müssen. Wenn ich dann immer noch motiviert bin, werde ich mal ein Sportgeschäft aufsuchen und mich beraten lassen. 
Ich kann nur jedem empfehlen der Lust auf Joggen hat in diesen kleinen Schritten anzufangen! Der Schweinehund hat kaum eine Chance, da man nicht komplett fertig ist und stolz auf sich sein kann wenn man die erste Male durchhält. Es macht wirklich Spaß!!! Am besten noch gute Musik auf die Ohren und es läuft sich fast von allein ;)

Montag, 20. August 2012

Man kann nie genug Hobbies haben!

Was ist es wohl diesmal?!
Hat Miri endlich das Stricken erlernt?
Schneidet sie nun Buchsbäume in allen erdenklichen Variationen?
Vielleicht ein neues Instrument?

Neben Fotografieren, Modeln, Häkeln, Nähen, Klavier und Gitarre spielen, Sticken, Laubsägearbeiten, Malen, Zeichnen, Rollenspielen, Wandern, Joggen kommt jetzt noch Schmuck basteln dazu :-).

Ich habe immer gesagt, dass ich es doof finde ein Hobby oder eine Tätigkeit von vorneherein abzulehnen, ohne es je selbst probiert zu haben! Und so eröffnen sich mir immer neue Felder in denen ich am liebsten alles sofort und perfekt können möchte...

Kennt ihr das auch?! Ihr betretet einen Hobbybedarfladen und fragt euch warum es einen ganzen Bereich gibt in dem man Perlen kaufen kann? Ich schon!
Meine Freundin macht schon seit langer Zeit einen Teil ihres Schmucks selber. Vor ein paar Wochen habe ich ihr einen ganzen Karton verschiedenster Stofffetzen in die Hand gedrückt die sie für eben dieses Hobby haben wollte. Sie sagte, dass sie sich bei Xenos erstmal eingedeckt habe und nun durchstarten wollte.

Als ich das letzte Mal in Aachen war, führte mich mein Weg auch in den Xenos. Ich mag die Kette einfach - günstig, schönes und teilweise auch kitschiges kaufen. 
Ich hatte mich dort allerdings erstmal für meine 4-Tages-Watzmann-Hütten-Tour eingedeckt und habe nur im Vorbeigehen einen Blick auf die Perlen geworfen.

Letzte Woche habe ich mir in Mönchengladbach einen Bibliotheksausweis besorgt und mich nach Feierabend zwei Stunden in einer der Bibliotheken aufgehalten. Dort gab es neben Näh-, Bastel- und Patchworkbüchern auch Bücher über das Thema "Schmuck selber herstellen". So oft wie mir dieses Thema jetzt schon vor die Füße gefallen ist - das kann doch kein Zufall sein! Also direkt mal zwei von den Büchern ausgeliehen.

Zu Hause angekommen, habe ich mich schnell für eine Kette entschieden. Sie sollte aus einem Lederband, irgendwelchen Cover- und Crumpperlen, Draht, Swarowskiperlen und vielen anderen Dingen bestehen. Mein Weg führt mich in den Idee.-Laden in Mönchengladbach (vorher hatte ich mich bei Xenos mit drei Zangen, Quetschperlen und anderem Gedöns für günstiges Geld eingedeckt). Dort gab es eine große Auswahl an unterschiedlichen Perlen. Ich studierte also mit der Verkäuferin die Anleitung und suchte alles zusammen.

Als ich anfing zu basteln stellte ich schnell fest, dass wir die Anleitung nicht genau genug gelesen hatten. Es fehlten noch diverse Kleinteile. Also samstags nochmal ab in die Stadt und den Rest gekauft (dabei fanden auch diverse Sportklamotten und Drogerieartikel den Weg in meine Tasche). Beim Weiterbasteln konnte ich einen Wutaufschrei nicht unterdrücken: Ich hatte das Lederband und die Drähte irgendwo verloren. Verdammt!

Heute war ich also zum dritten Mal im Idee.-Laden und habe mir noch ein Lederband gekauft...
Und nun, tadaaaaaaaa - die Kette ist fertig!!!! Ob sie nun dem entspricht was ich mir vorgestellt habe, sei dahin gestellt, aber sie ist schon mal ganz "nett".




Der Verschluss besteht lediglich aus den übereinander gelegten Lederbandenden. Sie sind jeweils gegengleich an das Band gebunden und mit einer Perle versehen. So kann die Länge der Kette variiert werden.


Gestern habe ich mal zur Feier des Tages mein Schmuckkistchen sortiert und einiges weggeschmissen.
Dabei fiel mir eine Kette aus weißen Perlen in die Hand. Zwischen den weißen Perlen hingen in bestimmten Abständen auch kleine, silberne Kugeln. Diese sind durch den Körper- und Schweißkontakt mit der Zeit angelaufen und wurden teilweise matt und fast schwarz. Da ich ja nun bestens ausgerüstet bin und noch einige Perlen von der Bastelaktion übrig hatte, habe ich angefangen die grauen Perlen gegen durchsichtige auszutauschen. Das Ergebnis seht ihr hier:



Jede Öse habe ich dabei mit einer der Zangen selber gedreht. Ganz schön nervig und fummelig - hat sich aber gelohnt!

Hier mal ein Überblick über die Sachen die man so braucht:

Erstmal ein Buch als Inspiration


Dann die Zangen


Natürlich Ösen, Quetschperlen (diese halten die größeren Perlen an Ort und Stelle, da man sie, wie der Name schon sagt, so quetscht, dass sie nicht mehr verrutschen), Perlen in verschiedener Ausführung, Draht, Elastikband (z.B. für Armbänder) und und und





Jetzt bin ich wieder um ein Hobby und diverse Erfahrungen reicher. Handwerk ist einfach geil und macht so viel Spaß! Do it yourself!